Der Geschäftsführer der medführer GmbH zur Rolle von medführer in der Arzt- und Klinikinformation
Sehr geehrter Herr Nitsch, herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Wie hat sich das Unternehmen in den letzten zehn Jahren entwickelt?1999 wurde der Grundstein für die Medienreihe medführer Klinik-Führer gelegt. Die Klinik-Führer Reihe ist bis heute einmalig im deutschsprachigen Raum. Aus einer anfänglichen Idee, mehr Transparenz in das deutsche Gesundheitswesen zu bringen, wurde mit der Zeit ein nachhaltiges Qualitäts-Kommunikationskonzept für Ärzte und Kliniken. Von Anfang an war es uns wichtig, die sich präsentierenden Kliniken und Fachabteilungen nach einem qualitätsgesicherten, einheitlichen, vergleichbaren, wertneutralen Konzept abzubilden und für Patienten und Angehörige mehr medizinische Transparenz innerhalb der Kliniklandschaft sicherzustellen.
Als Pionier und Vorreiter für Transparenzmedizin haben wir in den vergangenen zehn Jahren die Medienreihe Klinik-Führer sukzessive ausgebaut und immer weiter auf das Internet ausgeweitet. Durch unsere langjährige Erfahrung verfügen wir heute über umfassendes und qualitätsgesichertes Know-how in der Arzt- und Klinikinformation und haben uns mit fast 2000 sich darstellenden Kliniken, nahezu 1000 Artikeln zu Krankheiten und Behandlungen und über 20 Medienpartnern, die unsere Arzt- und Kliniksuche nutzen, als Anbieter für ganzheitliche Gesundheitsinformationen etabliert. Besonders freue ich mich darüber, dass unsere Arbeit in den Fachkreisen positiv begrüßt wird. Vor allem überweisende Ärzte,
Selbsthilfegruppen und Patientenverbände nutzen unsere Medien, um hilfesuchenden Patienten und Angehörigen passende Spezialisten zu empfehlen, während Patienten und Angehörige sich selbst unter www.medfuehrer.de über das Leistungsspektrum einer Klinik oder Fachabteilung informieren. Die Umstellung des Präsentationskonzepts auf die validen
ICD-10-GM- und
OPS-Kennzahlen vereinfachtseit 2009 die Abfrage der Leistungszahlen für Kliniken und bietet Patienten und Überweisern noch mehr Sicherheit und eine höhere Qualität.
Warum haben Sie Ihre Aktivitäten jetzt ausschließlich auf das Internet fokussiert?Mit dieser Entscheidung wurde den aktuellen Veränderungen im Nutzungsverhalten von Patienten aber auch überweisenden Ärzten und
Selbsthilfegruppen Rechnung getragen. Mittlerweile informieren sich über 60 Prozent aller Patienten im Internet nicht nur über Krankheiten und Behandlungen sondern auch über Ärzte und Kliniken. Leider ist es für Patienten nicht immer leicht, bei der Flut von Informationen qualitativ hochwertige Informationen von weniger wertvollen zu unterscheiden. Hier haben wir den Trend erkannt und Verantwortung übernommen. Neben den ausführlichen Arzt- und Klinikinformationen und einer Datenbank mit 350000 Adressdaten aus dem Gesundheitswesen bieten wir eine medizinische Fachredaktion und weitere Serviceleistungen, wie die medführer Arztbewertung und unsere Community medfriend.de, an. Die Internetnutzer erwarten heute immer mehr.
Herr Nitsch, warum werden in der Klinik-Führer Reihe nicht alle Kliniken und Fachabteilungen ausführlich präsentiert?Die Klinik-Führer bieten prinzipiell jeder Fachabteilung die Möglichkeit, sich ausführlich darzustellen. Warum nicht alle Kliniken von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, hat unterschiedliche Gründe. Die einen haben das Internet als wichtiges Präsentationsmedium noch nicht erkannt, andere sehen die Notwendigkeit nicht, wieder andere sind nicht an einer transparenten Darstellung interessiert bzw. haben Probleme, sich in unsere Qualitätsvorgaben einzufinden. Schade finde ich, dass einige Fachabteilungen aufgrund von mangelnder Bereitschaft, echte Leistungszahlen zu präsentieren, kapitulieren. Auf vielfachen Wunsch der Kliniken beruht unser Konzept auf der Abfrage von Leistungszahlen als Qualitätsindikator. Durch die Umstellung des Konzeptes auf die
ICD-10-GM- und
OPS-Kennzahlen wird die Abfrage erleichtert. Trotzdem gibt es immer wieder Probleme vonseiten der Kliniken, die gar nicht zu wissen scheinen, was sie für qualitativ hochwertige Arbeit leisten.
Was entgegnen Sie den Kritikern, die den medführer als bessere "Gelbe Seiten" bezeichnen?Diese Aussage treffen diejenigen, die sich mit den Klinik-Führern inhaltlich nicht auseinandersetzen. Versuchen Sie einmal, bei anderen Anbietern die Informationen zu bekommen, die Sie bei medführer bekommen. Da können Sie lange suchen. Letztendlich haben diese ein anderes Konzept und sind nicht auf Gesundheit spezialisiert. Das gilt im Übrigen auch für andere Anbieter. Wenn Sie Informationen suchen, die über reine Adressdaten hinausgehen, und sich umfassend über das Leistungs- und Angebotsspektrum einer Fachabteilung zu einem bestimmten Behandlungsschwerpunkt erkundigen möchten, führt kein Weg an medführer vorbei. Unserer Erfahrung nach wollen das sowohl überweisende Ärzte als auch Patienten und natürlich auch Angehörige. Mit unseren Beiräten und kooperierenden Fachgesellschaften gewährleisten wir einen höchstmöglichen Qualitätsstandard.
Warum ist es für Ärzte/Kliniken so interessant, sich bei medführer darzustellen? Können Sie das zusammenfassen?Das ist relativ einfach. Es gibt kein anderes Präsentationsmedium, in dem sich medizinische Spezialisten derartig detailliert, qualitätsgesichert, wertneutral, reichweitenstark, evidenzbasiert und zielgruppengerecht in einer dualen Strategie darstellen können wie bei medführer. Wir erreichen mit unserer zielgruppengerechten Kommunikationsstrategie nachhaltig sowohl Patienten als auch überweisende Ärzte. Selbst die eigenen Klinikinformationen sind in der Regel nicht so prägnant und übersichtlich wie eine Darstellung bei medführer. Darüber hinaus gibt es kaum einen Anbieter, der die Vergleichbarkeit von medizinischen Leistungen derart transparent ermöglicht und medial transportiert wie medführer. Wir nehmen den Begriff medizinische Transparenz wörtlich und verschaffen den Kliniken und medizinischen Einrichtungen so einen Wettbewerbsvorteil.
Wie beurteilen Sie die derzeitige Flut von Adress-Anbietern durch die so genannten Start-ups im Internet?Wir von medführer stehen dem Phänomen sehr gelassen gegenüber. Wir sind ein gesund gewachsenes
Unternehmen mit zehn Jahren Erfahrung in der zielgruppengerechten Kommunikation von Kliniken. Die meisten so genannten Internetportale wollen bzw. müssen derzeit schnell am Markt agieren, ohne Nachhaltigkeit und ausreichende Qualitätskontrollen. Für uns stehen unsere Kunden im Mittelpunkt unseres Interesses. Wir sind der einzige unabhängige Anbieter, der qualitativ hochwertige Klinikinformationen wertneutral aufbereitet. Ich muss regelmäßig schmunzeln, wenn ich feststelle, dass wir ständig konzeptionell kopiert werden. Was bedauerlich ist, ist die Verunsicherung, die zurzeit bei Ärzten und PR-Fachleuten in Praxen und Kliniken herrscht. Sie müssen sich das mal vorstellen: Sie sind leitender Arzt, Marketingleiter oder Geschäftsführer an einer Klinik und jeden Tag werden Sie von unterschiedlichen Anbietern angerufen, die Ihnen erzählen, dass Sie sich bei ihnen unglaublich gut darstellen können, weil sie die höchste Reichweite haben und die Besten sind. Wie würden Sie reagieren? Ich wüsste auch nicht mehr, wem ich glauben sollte. Ich kann da nur den Tipp geben: Nehmen Sie sich die Zeit und vergleichen Sie die Angebote. Prüfen Sie Erfahrung, Beständigkeit und Nutzen. Marketing ist spielt im Zuge des Wettbewerbs eine wichtige Rolle für Ärzte und Kliniken.
Interview mit Miro Nitsch,
Geschäftsführer der medführer GmbHletzte Aktualisierung: 04.02.2012