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Zecken beim Pferd

Zecken beim Pferd

Weitere Bezeichnungen: Holzbock, Schildzecken

Zecken gehören zu den Ektoparasiten des Pferdes. Zecken treten weltweit auf und man kennt sehr viele verschiedene Arten. Die in Mitteleuropa heimischen Zeckenarten gehören alle zur Familie der Schildzecken. Die häufigste Zeckenart in Deutschland ist der Holzbock (Ixodes ricinus).

Zecken

Zecken benötigen für ihre Entwicklung Außentemperaturen ab 7°C, so dass ein Zeckenbefall beim Pferd auch schon während der kühleren Jahreszeit auftreten kann.

Die Entwicklung der Zecke verläuft über verschiedene Stadien: Aus dem Ei entwickelt sich zunächst eine Larve, aus dieser eine Nymphe und daraus schließlich die erwachsene Zecke. Jedes Entwicklungsstadium benötigt für die Weiterentwicklung eine Blutmahlzeit auf einem warmblütigen Tier (oder Menschen), die als Wirte dienen. Die Stadien des Holzbocks halten sich nur zum Blutsaugen auf dem Wirt auf, danach verlassen sie ihn wieder. Nach der Blutmahlzeit erfolgt die Häutung zum nächsten Entwicklungsstadium auf dem Boden.

Das erwachsene Zeckenweibchen legt seine Eier bevorzugt in Verstecken unter Laub und Gras ab. Daher findet man Zecken überwiegend bei Weidepferden oder Pferden, die viel im Gelände geritten werden.

Zecken sind als Überträger von Krankheitserregern bekannt: Sie können diese beim Blutsaugen von einem infizierten Wirt aufnehmen und diese bei den nächster Blutmahlzeit auf empfängliche Wirte übertragen.

Ursachen für Zecken beim Pferd

Larven, Nymphen und erwachsene Zecken können sich am Fell der vorbeigehenden Pferde verankern. Sie kriechen durch das Fell, um sich in Regionen mit besonders weicher Haut festzubeißen und dort Blut zu saugen. Dabei gelangt Speichel der Zecken in den Blutkreislauf des Pferdes. Enthält der Speichel Krankheitserreger, so werden diese auf das Pferd übertragen.

Weltweit werden verschiedene Krankheitserreger durch verschiedene Zeckenarten auf das Pferd übertragen.

In Mitteleuropa kommt dabei die größte Bedeutung der Schildzecke Ixodes ricinus (Holzbock) zu. Der Holzbock kann Borreliose übertragen. Man schätzt, dass ca. 20% der Holzböcke mit Borrelien infiziert sind. Ixodes ricinus kommt auch als Überträger der Ehrlichiose in Frage, die besonders in den USA von großer Wichtigkeit ist.

Beim Pferd werden weiterhin die Erreger der Babesiose (Babesia caballi) und der Theileriose (Theileria equi) durch Zecken übertragen. Die Erreger zählen beide zu den Piroplasmen, so dass man die Erkrankungen unter dem Begriff Piroplasmose zusammenfassen kann.

Babesia caballi ist in Südeuropa verbreitet und wird durch folgende Zecken übertragen: Hyalomma-, Dermacentor- (z.B. Auenwaldzecke) und Rhipicephalusarten (z.B. braune Hundezecke).

Theileria equi findet sich als häufigste Piroplasmenart bei Pferden in ganz Europa und wird durch Rhipicephalus- und Dermacentorarten übertragen.

Ansteckung mit Zecken

Die Zecken und ihre Entwicklungsstadien "warten" auf niedrigen Pflanzen auf Säugetiere und Vögel, um sich an ihnen festzuklammern. Auf dem Wirt wandern sie herum, bis sie eine geeignete Stelle für ihre Mahlzeit gefunden haben. Sobald sie sich festgesaugt haben, verlassen sie ihren Wirt erst wieder, nachdem sie ihre Blutmahlzeit beendet haben. In Einzelfällen kann eine Zecke, die sich noch nicht festgesaugt hat, auch von einem Wirt auf einen anderen hinüberwandern. So kann auch ein Pferd, das nur im Stall gestanden hat, ebenso von einer Zecke befallen werden. Auch im Heu können Zecken überleben und so zu den Pferden gelangen.

Leitsymptom von Zecken beim Pferd

Juckreiz

Symptome von Zecken beim Pferd

Das Krabbeln der Zecken und ihr Stich können zu Juckreiz und Unruhe bei den Pferden führen. Häufig findet man Zecken aber eher zufällig beim Putzen des Pferdes. In einigen Fällen entwickelt sich als Reaktion auf den Stich eine Entzündung der Ansatzstelle. Aus der Entzündung kann eine wuchernde Wunde werden, die durch eine bakterielle Sekundärinfektion zusätzlich verschlimmert wird. weiterlesen

letzte Aktualisierung: 07.05.2013

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