
In einigen Fällen kann es in der letzten Phase der Erkrankung zu einem Wurzelspitzenabszess, einer Eiteransammlung unterhalb der Zahnwurzelspitze, kommen. Es entsteht durch Schwellung der Weichteile die „dicke Backe“.
Über einen Abszess können Eiter und die in ihm vorhandenen Bakterien und Bakteriengifte auf dem Blut- und Lymphweg durch den ganzen Körper geschwemmt werden. Sie setzen sich mit vorliebe an einem Organ ab, das an sich schon geschwächt oder anfällig ist. Dieser „Ort des geringsten Widerstandes“ kann das Herz sein, er kann in den Nieren, den Gelenken, der Leber oder gewissen Muskelpartien gefunden werden. An diesen Stellen werden Schmerzen und funktionelle Beeinträchtigungen spürbar, die durch den Eiterherd des abgestorbenen Zahnes verursacht werden (Herdinfektion).
Drei typische Formen der Karies können unterschieden werden. Die Glattflächenkaries tritt an den der Backe oder der Zunge zugewandten Zahnseiten auf. Die Fissurenkaries entsteht in den Kauflächenrinnen (Fissuren) der kleinen und großen Backenzähne. Da auf Grund der geringeren mineralischen Bestandteile das Dentin gegenüber dem Schmelz als sehr viel weicher angesehen werden kann, breitet sich die Karies unterminierend im Dentin aus. Das hat zur Folge, dass die kariöse Zerstörung zunächst dem Auge verborgen bleibt. Erst im weiteren Verlauf der Dentinzerstörung brechen die überhängenden Schmelzteile unter der Kaubelastung ab, und es entsteht plötzlich ein großes sichtbares „Loch“. Während bei Kindern hauptsächlich Fissurenkaries auftritt, findet der Zahnarzt bei Erwachsenen überwiegend Karies an den zum Nachbarzahn hingewandten Zahnseiten (Approximalkaries).
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