
Theoretisch geht es auch ohne Zahnpasta. Aber die Zahnpasta erleichtert das Putzen und unterstützt die Zahnbürste bei der Entfernung der bakteriellen Zahnbeläge. Mit speziellen Wirkstoffen helfen die Zahnpasten, Karies, Zahnfleischentzündungen und der Entzündung des Zahnhalteapparates vorzubeugen.
Da Zahnpasten den Kosmetika zugeordnet sind, unterliegen sie der EU-Kosmetikaverordnung und der darin enthaltenen Angabepflicht aller Inhaltsstoffe. Diese Angabepflicht erleichtert es Ihnen, die für Sie geeignete Zahnpasta zu finden. Vorausgesetzt, Sie kennen die Wirkung der auf der Packung oder der Tube angegebenen Inhaltsstoffe.
Die Hauptbestandteile handelsüblicher Zahnpasten sind Putzkörper, Feuchthaltemittel, Bindemittel, Schaummittel, Süßstoffe, Konservierungsmittel, Geschmacksstoffe und Farbstoffe. Wie bereits erwähnt, enthalten Zahnpasten außerdem spezielle therapieunterstützende Wirkstoffe, z. B. zur Kariesvorbeugung, zur Vorbeugung vor Zahnfleischentzündungen, zur Hemmung der Zahnsteinbildung und zur Desensibilisierung überempfindlicher Zahnhälse.
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Putzkörper sind zu einem hohen Anteil in jeder Zahnpasta enthalten. Sie unterstützen die Reinigung mit der Zahnbürste. Die Reinigungswirkung ist von der Wahl der Putzkörper und deren Abrasivität (=Schmirgelwirkung) abhängig. Während es für den Zahnschmelz, der extrem hart ist, wie abrasiv eine Zahnpasta ist, kann das Dentin im Zahnhalsbereich, vor allem bei freiliegenden Zahnhälsen, sehr empfindlich reagieren. Vor allem bei falscher Putztechnik entstehen durch die Schmirgelstoffe "keilförmige" Defekte an den Zahnaußenflächen. Aber auch herausnehmbarer Zahnersatz, z. B. Vollprothesen zum Ersatz aller Zähne, kann durch stark abrasive Zahnpasten geschädigt werden.
Die am häufigsten eingesetzten Putzkörper sind:
Feuchthaltemittel geben der Zahnpasta ihre Geschmeidigkeit und schützen sie vor Austrocknung.
Die am häufigsten verwendeten Feuchthaltemittel sind:
Bindemittel werden als Verdickungs- und Stabilisierungsmittel verwendet. Sie verhindern die Trennung der Feuchtigkeit von den festen Bestandteilen der Paste.
Die am häufigsten verwendeten Bindemittel sind:
Schaummittel fördern die Benetzung der Zahnoberflächen und begünstigen damit eine gleichmäßige Verteilung der Zahnpasta über die Zahnflächen. Ihre zahnbelagablösende Eigenschaft verstärkt die Reinigungswirkung. In einigen Zahnpasten sind Schaummittel und Fluoridwirkstoff in einer Substanz (Aminfluorid) enthalten.
Die am häufigsten verwendeten Schaummittel sind:
Süßstoffe dienen zur Geschmacksverbesserung.
Die am häufigsten verwendeten Süßstoffe sind:
Geschmacksstoffe geben der Zahnpasta zu einem frischen und belebenden Geschmack. Als Geschmacksstoffe werden häufig verwendet:
Farbstoffe sind meist nur in geringen Mengen den Zahnpasten zugesetzt.
Die am häufigsten verwendeten Farbstoffe sind:
Konservierungsstoffe gewährleisten die Haltbarkeit der Zahnpasta.
Konservierungsstoffe sind:
Spezielle Wirkstoffe
Für Kinder werden spezielle Kinderzahnpasten mit verringertem Fluoridgehalt (maximal 500 Milligramm pro Kilogramm) angeboten. Diese Zahnpasten sollten ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes angewendet werden. Bis zum 2. Geburtstag sollte damit 1 x täglich, danach 2 x täglich geputzt werden. Zum Zähneputzen sollte stets nur eine erbsengroße Portion benutzt werden. Ab Schuleintritt kann mit einer Zahnpasta mit dem normalen Fluoridgehalt von 1000 bis 1500 Milligramm pro Kilogramm geputzt werden.
Wenn Ihre Zähne durch Nikotin, Tee oder Rotwein verfärbt sind können spezielle Zahnpasten die starke Abrasivstoffe oder leichte Säuren enthalten, angewendet werden.
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