Unter Funktionsdiagnostik versteht man die Untersuchung der Unterkieferbewegungen, der Kaumuskeln und der Kiefergelenke. Ziel der Funktionsdiagnostik ist vor allem das Erkennen von Symptomen der „temporomandibulären Dysfunktionen (=TMD)“ oder der „Myoarthropathien des Kausystems (=MAP)“. Eine einfache und schnelle Form der Funktionsdiagnostik führen die meisten Zahnärzte vor größerem Zahnersatz und viele Kieferorthopäden vor umfassenden Behandlungen durch. Diese besteht neben der Befragung des Patienten nach möglichen Symptomen vor allem aus gezielten Handgriffen, der sogenannten manuellen Diagnostik. Darüber hinaus gibt es zahlreiche, technisch oft aufwändige Verfahren der instrumentellen Funktionsdiagnostik: diese reichen von der Montage der Kiefermodelle in einen Simulator (Artikulator) bis zur computergestützten Aufzeichnung der Bewegungsbahnen des Unterkiefers. Für einige Verfahren gibt es beschränkte Einsatzmöglichkeiten bei der Herstellung von Zahnersatz, während sie in der
Kieferorthopädie meistens sinnlos sind. Patienten sollten sich den Nutzen von Maßnahmen instrumenteller Funktionsdiagnostik auf jeden Fall erklären lassen.
letzte Aktualisierung: 05.02.2012
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