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Zahnchirurgie - Laser in der Parodontologie

Kaum eine Zahnerkrankung ist tückischer und unangenehmer als die Parodontitis. Oftmals wird sie erst in fortgeschrittenem Stadium entdeckt, da eine Parodontitis in der Regel nicht weh tut. Wird die Erkrankung dann diagnostiziert, leiden Betroffene bereits häufig an Zahnfleischbluten. Bei einer herkömmlichen Behandlung folgt in so einem Fall meist ein mehrmonatiger Leidensweg – mit unsicherem Verlauf! Dass die moderne Zahnheilkunde heute Verfahren bietet, die es ermöglichen, eine Parodontitis relativ schnell in den Griff zu bekommen und gleichzeitig blutungsintensive Eingriffe, lange postoperative Schmerzphasen und problematische Heilungsverläufe zu vermeiden, ist vielen Patienten wegen der geringen Dichte von Laserpraxen in Deutschland noch immer unbekannt.

Ursachen und Krankheitsverlauf

Die Ursache von Parodontitis ist in der Regel ein entzündlicher Reiz des Zahnfleisches, der durch Plaque ausgelöst wird. Wenn dieser aggressive Belag, der aus verschiedensten Bakterien und Speiseresten besteht, nicht regelmäßig und gewissenhaft entfernt wird (durch häufiges Zähneputzen, Zahnseide, Prophylaxebehandlungen beim Zahnarzt etc.), kann sich Zahnstein bilden, der in vielen Fällen zum Auslöser für eine schwere Parodontitis wird.

Greift ein Zahnarzt in diesem Stadium nicht mit adäquaten Maßnahmen ein, schreitet die Entzündung fort: Das Zahnfleisch geht zurück, es entstehen Zahnfleischtaschen, in denen sich bakterielle Giftstoffe ablagern, durch die der Zahnknochen angegriffen und letztlich mehr und mehr abgebaut wird. Je größer diese Zahnfleischtaschen werden, umso größer wird die Gefahr: Im schlimmsten Fall fällt der betroffene Zahn am Ende aus.

Herkömmliche Therapie

Der herkömmliche Weg der Parodontitis-Therapie besteht darin, die mit Giftstoffen gefüllten Zahnfleischtaschen mit Handinstrumenten zu säubern und das entzündete Gewebe bei örtlicher Betäubung aus dem Zahnfleisch herauszuschneiden. Bei dieser Behandlung ist der Wundschmerz oftmals so stark, dass Patienten tagelang nur sehr schlecht essen können, bakterielle Reste unter dem Zahnfleisch bestehen bleiben und der Leidensweg anhält.

Der Laser-Einsatz

Seit einigen Jahren bereits wissen viele Patienten den Dentallaser besonders bei der Parodontitis-Behandlung zu schätzen. In jedem Stadium der Erkrankung lassen sich durch seinen Einsatz Ergebnisse erzielen, die eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich bringen: Die Gründe für die Erfolge dieser Methode liegen vor allem darin, dass ein Laser nicht mit einem konstanten Lichtstrahl arbeitet, sondern Lichtimpulse aussendet, die zu kurz sind, um von den Nerven wahrgenommen zu werden und Schmerzen zu verursachen. Der Laser verdampft das kranke, entzündete Gewebe und tötet alle Keime ab. Die betroffenen Zahnfleischtaschen können nahezu keimfrei gemacht werden, so dass die Entzündung nicht weiter voranschreiten kann. Die Wundflächen sind nach der Behandlung sauber und heilen wesentlich schneller ab. Dem Patienten bleiben Skalpellschnitte und starkes Bluten erspart. Der Nutzen, den die Laser- Therapie für den Patienten mit sich bringt, liegt auf der Hand: Weniger Behandlungstermine, ein verkürzter Heilungsverlauf und reduzierte Wundschmerzen – durch den Einsatz des Lasers wird eine sanfte, nahezu schmerzfreie Behandlung möglich, die in der Regel eine deutliche Verbesserung der Erkrankung gewährleistet.

letzte Aktualisierung: 04.02.2012

Verwendete Quellen:
Zahnimplantate & Co., Dr. (H) Peter Borsay, TRIAS-Verlag, ISBN 3830432755

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