
Zu den körperlichen Zuständen, die gegen einen chirurgischen Wahleingriff sprechen, zählt, obgleich es sich natürlich nicht um eine Krankheit handelt, die Schwangerschaft. Wegen Röntgendiagnostik, Lokalanästhesie, Schmerztherapie und eventueller Komplikationen sollten während der Schwangerschaft keine Zahnimplantate gesetzt werden.
Hierzu gehören z. B. ein nicht eingestellter Diabetes mellitus sowie Knochenstoffwechselstörungen.
Steht eine Behandlung mit Zahnimplantaten an, so sollten Raucher etwa zwei bis drei Wochen vor dem OP-Termin sowie fünf bis sechs Wochen nach der Implantatchirurgie auf ihre Zigaretten verzichten, da das Nikotin die Blutzirkulation hemmt und so die Wundheilung und die Einheilung der Implantate erschwert oder sogar verhindern kann. Dies wäre auch ein guter Zeitpunkt, um mit dem Rauchen ganz aufzuhören. Wenn der Raucher seine Gewohnheit nicht ändert, so haben die Implantate eine deutlich schlechtere Prognose. Diverse Studien haben gezeigt, dass Implantate, die bei Rauchern gesetzt wurden, eine dreimal so hohe Komplikations- und Misserfolgsrate aufweisen als bei Patienten, die Nichtraucher sind.
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Verwendete Quellen: Zahnimplantate & Co., Dr. (H) Peter Borsay, TRIAS-Verlag, ISBN 3830432755 |
Prof. Dr. Peter Borsay
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