
Weitere Bezeichnungen: Entwurmung, Parasiten, Spulwürmer, Hakenwürmer, Bandwürmer, Rundwürmer, Fadenwürmer
Entgegen der noch immer landläufigen Meinung, „ die Würmer könnte man doch sehen“, bleibt auch massiver Wurmbefall für den Besitzer in den meisten Fällen unsichtbar!
Würmer durchlaufen in ihrer Entwicklung verschiedene Stadien: aus einem mikroskopisch kleinen Wurmei bildet sich eine Larve, die mit bloßem Auge noch immer nicht eindeutig zu erkennen ist. Diese Wurmeier oder Larven werden von Katzen aufgenommen. In der Katze vollzieht sich dann die Weiterentwicklung zum ausgewachsenen Wurm. Der ausgewachsene Wurm parasitiert im Darm und produziert Wurmeier, die zumeist mit dem Kot der Katze verbreitet werden. Ausgewachsene Würmer werden nur in Ausnahmefällen mit dem Kot ausgeschieden.
Eine Ausnahme bilden Bandwürmer: etwa reiskorngroße Glieder des Bandwurms werden regelmäßig mit dem Kot ausgeschieden oder können im Fell um den After der Katze beobachtet werden.
Das Abwehrsystem einer Katze wird bereits durch geringen Wurmbefall belastet. Die Katze kann dadurch auf andere Infekte nicht mehr ausreichend reagieren. Außerdem fressen die Parasiten im Darm mit der Katze um die Wette und führen schnell zu Nährstoffmangel. Stumpfes Fell ist ein sichtbares Zeichen dafür.
Verdauungsstörungen, Darmentzündungen sowie ein Darmverschluss können durch den Befall mit Würmern ausgelöst werden (siehe auch unter Symptome).
Nimmt ein Mensch infektiöse Eier bestimmter Spulwurmarten auf (z.B. beim Kuscheln im Bett oder wenn Kinder mit den Tieren knuddeln), kann es zu einer Wanderung der Larven in Gewebe und Organen (Larva migrans) kommen. Dadurch entstehen Schäden an Nervenbahnen, Augen und Gehirn. Bei der Aufnahme von Bandwurmgliedern können sich sogar lebensbedrohliche Erkrankungen entwickeln, da diese Zysten in der Leber und der Lunge bilden können.
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