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Wurmbefall beim Hund

Wurmbefall beim Hund

Weitere Bezeichnungen: Entwurmung, Parasiten, Spulwürmer, Hakenwürmer, Bandwürmer, Rundwürmer, Fadenwürmer

Entgegen der noch immer landläufigen Meinung, " die Würmer könnte man doch sehen", bleibt auch massiver Wurmbefall für den Besitzer in den meisten Fällen unsichtbar!

Wurmbefall

Würmer durchlaufen in ihrer Entwicklung verschiedene Stadien: aus einem mikroskopisch kleinen Wurmei bildet sich eine Larve, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Diese Wurmeier oder Larven werden vom Hund, beispielsweise durch Schnuppern an fremden Kot oder durch das Fressen einer Maus, aufgenommen. Im Hund vollzieht sich dann die Weiterentwicklung zum ausgewachsenen Wurm. Der ausgewachsene Wurm parasitiert im Darm und produziert Eier, die zumeist mit dem Kot des Hundes verbreitet werden. Ausgewachsene Würmer werden lebend nur in Ausnahmefällen mit dem Kot ausgeschieden. Nach einer Behandlung mit geeigneten Mitteln werden sie tot ausgeschieden.

Eine Ausnahme bildet der häufigste Bandwurm des Hundes, Dipylidium caninum, der auch Gurkenkernbandwurm genannt wird. Etwa reiskorngroße Glieder des Bandwurms werden regelmäßig mit dem Kot ausgeschieden und können im Fell um den After des Hundes beobachtet werden.

Wurmbefall schadet dem Hund!

Das Abwehrsystem des Hundes wird bereits durch geringen Wurmbefall belastet. Der Hund kann dadurch auf andere Infektionen nicht mehr ausreichend reagieren. Außerdem fressen die Parasiten im Darm mit dem Hund um die Wette und führen so zu Nährstoffmangel. Stumpfes Fell ist beispielsweise ein sichtbares Zeichen dafür.

Verdauungsstörungen, Darmentzündungen sowie ein Darmverschluss können ebenfalls durch den Befall mit Würmern ausgelöst werden (siehe auch Symptome).

Wurmbefall schadet auch dem Menschen!

Verschiedenen Untersuchungen zufolge haben 50% aller Hunde Wurmeier im Fell! Diese können beim Kuscheln im Bett oder Knuddeln mit Kindern leicht auf den Menschen übertragen werden. Nimmt ein Mensch Spulwurmeier oder Eier von Hakenwürmer auf, kann es zu einer Wanderung der Larven in Gewebe und Organen kommen, wodurch Nervenbahnen, Auge und Gehirn Schaden nehmen können.

Bei der Aufnahme von Gliedern des kleinen Fuchsbandwurms (Echinococcus multilocularis) können sich sogar lebensbedrohliche Erkrankungen durch Zystenbildung in Leber und Lunge entwickeln.

Ursachen für Wurmbefall beim Hund

In Mitteleuropa sind vor allem Spulwürmer, Hakenwürmer, Peitschenwürmer und Bandwürmer für den Hund - und manchmal auch für den Menschen - gefährlich.

Spulwürmer (Askariden, Toxascaris leonina, Toxocara canis)

Spulwürmer sind die häufigsten Darmparasiten des Hundes. Im Darm des Hundes parasitieren die Würmer und nehmen dem Hund wichtige Nährstoffe. Einige Larven wandern auch in die Muskulatur und kapseln sich dort ab. Durch die hormonellen Veränderungen während der Trächtigkeit werden diese Larven aktiviert und wandern in die Milchdrüse oder in die Gebärmutter. So werden die Welpen bereits im Mutterleib oder über die Muttermilch mit Larven infiziert.

Hakenwürmer (Ankylostomen, Ancylostoma caninum, Uncinaria stenocephala)

Auch Hakenwürmer können bereits von der Mutter mit der Milch auf die Welpen übertragen werden. Larven von Hakenwürmern können jedoch auch durch die Haut eindringen und in den Darm wandern. Im Darm saugen sie sich mit spitzen Mundwerkzeugen an der Darmwand fest und ernähren sich von Blut.

Peitschenwürmer (Trichuris vulpis)

Peitschenwürmer werden meist durch mit Kot verschmutzem Wasser (Pfützen) oder Nahrung aufgenommen. Sie leben im Enddarm, wo das dünne Vorderende des Wurms in die Schleimhaut eindringt.

Bandwürmer (Hunde- und Fuchsbandwürmer (Echinococcus-Arten), Fischbandwurm, Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum), Bandwürmer der Gattung Taenia, Mesocestoides-Arten)

Einige Bandwurm-Arten werden über Schlachtabfälle, rohes Fleisch, Fisch oder Mäuse und Ratten übertragen. Andere Bandwurm-Arten leben als Zwischenstadien in Flöhen und Haarlingen und werden beim Putzen und Lecken von den Hunden aufgenommen. Bandwürmer führen zu hochgradigen Entzündungen im Darm. weiterlesen

letzte Aktualisierung: 07.05.2013

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