
Innerhalb des gesetzlichen Vorsorgeprogramms wird der größte diagnostische Aufwand zur Früherkennung von Krebs betrieben. Zu Recht, denn gerade bei Krebserkrankungen hängt eine erfolgreiche Therapie und oftmals auch das Überleben ab von einer möglichst frühzeitigen Entdeckung des Primärtumors. Hat der Krebs erst Metastasen gebildet, nehmen die Heilungschancen und oftmals auch die Behandlungsmöglichkeiten drastisch ab. Leider ist es so, dass sich derzeit noch viele Krebsarten einer Früherkennung entziehen. Darum richtet sich das Hauptaugenmerk auf die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs, Hautkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs. Im Einzelnen umfasst der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zur Früherkennung von Krebs folgende Untersuchungen:
Unabhängig von der gesetzlich geregelten Früherkennung von Krebs kann jeder einzelne auch selbst etwas tun, damit möglicherweise auch andere Krebsarten rechtzeitig erkannt werden. Insbesondere bei Prostata-, Brust, Haut- oder auch Hodenkrebs lässt sich durch regelmäßige Selbstkontrolle und Abtasten die Chance erhöhen, die Krankheit rechtzeitig zu entdecken. Fachärzte geben Auskunft, wie man dabei selbst am besten vorgeht und worauf zu achten ist.
Bei allem medizinischen Fortschritt: gezieltes informieren sowie ein In-Sich-Hinein-Hören und achtgeben auf Signale des eigenen Körpers sind Grundvoraussetzung dafür, dass die gewachsenen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten überhaupt greifen können. Denn den ersten Schritt in Richtung Früherkennung von Krebs, nämlich den, zum Arzt zu gehen, muss noch immer jeder selbst tun.
Dr. R. Behrens
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