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Vorsorge aus dem IGeL-Katalog - Glaukomvorsorge

Glaukomvorsorge


Die augenärztliche Untersuchung auf Vorstufen oder Frühzeichen des "Grünen Star" (Glaukom), zählt zu den von Fachleuten vielfach empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen, die dennoch bislang nicht in das gesetzliche Vorsorgeprogramm aufgenommen wurden. Die Glaukomvorsorge kann deshalb bis auf Weiteres nur im Rahmen der individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) als Check-up-Ergänzung durchgeführt werden, deren (in diesem Fall mit etwa 15 Euro relativ geringe) Kosten der Patient selbst tragen muss.

Die Wahrscheinlichkeit, an einem Glaukom zu erkranken, wächst mit zunehmendem Lebensalter sowie bei familiärer Vorbelastung. Die Erkrankung tritt in zwei Hauptformen auf, entweder als Offenwinkelglaukom (chronisches G.) mit normalem vorderen Augenabschnitt oder als schmerzhaftes Winkelblockglaukom (Glaukomanfall) mit akuter Sehverschlechterung. Der Glaukomanfall stellt mit seiner plötzlich eintretenden extremen Drucksteigerung einen Notfall dar und erfordert umgehende augenärztliche Behandlungsmaßnahmen. Kennzeichend für ein Offenwinkelglaukom ist dagegen ein chronischer Krankheitsverlauf, der zu einer fortschreitenden Sehnervenschädigung mit nachfolgender Gesichtsfeldeinschränkung führt. Etwa ein Prozent der Bevölkerung ab dem 40. Lebensjahr und zwei Prozent oberhalb des 70. Lebensjahres leiden an einem chronischem Glaukom. Risikofaktoren bzw. häufige Ursachen sind eine schmerzlose und damit vom Patienten nicht bemerkte Erhöhung des intraokulären Drucks und eine gestörte Durchblutung von Netzhaut und Sehnerv. Sehstörungen treten erst im Spätstadium auf. Unbehandelt kann die Erkrankung zur Erblindung führen.

Da ein Glaukom in frühen Stadien keinerlei Symptome zeigt, kann nur eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt Sicherheit liefern. Eine solche Glaukomfrüherkennungsuntersuchung durchführen zu lassen, wird besonders Risikoträgern, aber auch generell ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich empfohlen. Der Augenarzt untersucht dabei mit der Spaltlampe vordere Augenabschnitte und mit dem Augenspiegel den Augenhintergrund (Funduskopie), also Netzhaut und Sehnerv. Außerdem erfolgt eine Messung des Augeninnendrucks (Tonometrie), der im Falle einer Glaukomerkrankung oft, aber nicht immer, erhöht ist. Ergibt sich dabei ein Verdacht auf ein Glaukom, schließen sich weitere, eingehendere Untersuchungen etwa des Gesichtsfeldes (Perimetrie), des Blutdrucks und der Gefäße sowie von Sehnerv und Papille an.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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