
Fast jeder hat schon einmal mit einem Schläger gegen einen Ball geschlagen. Und viele versuchen sich aus Spaß auch mit dem Tennisschläger. Doch meist bleibt es beim Freistil-Spiel. Der bessere Weg zum gepflegten Tennismatch: zuerst ein Einsteigekurs oder Trainerstunden – und dann auch am Ball bleiben.
Der Verband Deutscher Tennislehrer (VDT) empfiehlt Anfängern Tennisstunden zu nehmen. Der Grund: Die Schlagbewegungen im Tennis sind zwar einfach, aber damit auch den Ball zu treffen, ist sehr schwierig. Das erfordert eine gute Hand-Auge-Koordination. Deshalb sollte ein Experte Tipps geben und den Ball so genau zuspielen, dass man ihn optimal berechnen und treffen kann. Was bei zwei Anfängern, die sich die Bälle kreuz und quer um die Ohren schlagen, gerade nicht der Fall ist.
Spezielle Übungsformen helfen, dass man schon als Anfänger mit Spaß Tennis spielen kann. Beim Selbstversuch dagegen schleifen sich meist ungünstige Schlagtechniken ein und der Spaß bleibt schnell auf der Strecke. Schlimmstenfalls drohen Verletzungen durch Fehlbelastung. Und später stößt man ohne solide Grundausbildung sehr schnell an seine Grenzen.
Gute Tennisschulen und -klubs erkennt man an der Anzahl beschäftigter Trainer mit Lizenz. Der Deutsche Tennisbund (DTB) und der VDT haben gemeinsam ein Gütesiegel eingeführt: "DTB / VDT-anerkannte Tennisschule". Bisher tragen in Deutschland 50 Einrichtungen diese Auszeichnung. Nur geschultes Personal ist in der Lage, genau jene Übungsformen auszuwählen, die optimal auf das jeweilige Können der Lernenden abgestimmt sind. Ein guter Tennisspieler kann zwar sicher ebenso gut Bälle zuspielen, doch das reicht noch nicht für einen qualifizierten Unterricht. Für eine Einzelstunde muss man mit 25 bis 30 Euro inklusive Platzgebühr rechnen, zu viert im Gruppentraining sind es für jeden Teilnehmer 10 bis 15 Euro.
Tennisschulen bieten in der Regel Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und Kinder an. Nach einigen Trainerstunden kann man dann mit einem anderen Partner beginnen die bereits gelernten Kenntnisse in die Praxis umsetzen. Es empfiehlt sich Spielpartner zu suchen, die auf einem ähnlichen Niveau spielen, wie man selbst. Was man wissen sollte: Ist das Gegenüber schwächer, kann man sich besondere Aufgaben stellen, neue Schläge und Taktiken ausprobieren. Auf jeden Fall sollte die spielerische Auseinandersetzung wichtiger sein als verkniffenes Punktezählen. Sonst geht die ausgleichende Funktion dieses Sports schnell verloren und kann in Freizeitstress umschlagen.
Für Kinder werden oft auch Schnupperkurse in den Vereinen angeboten. Dort können sie herausfinden, ob ihnen Tennis überhaupt gefällt und sie auch dafür geeignet sind.
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