Atemübungen
Einleitung
Unsere Atmung verläuft größtenteils unbewusst, flaches Atmen gehört zum Alltag. Häufig atmen wir erst bei großen Anstrengungen oder bei Atemnot ganz bewusst und tief in den Bauch. Dabei ist das Einatmen ein aktiver Vorgang, bei dem das Zusammenspiel vieler Muskeln notwendig ist.
Durch eine gezielte Atemgymnastik stärken Sie die Atemmuskulatur und erhöhen so Ihre Atemleistung. Insbesondere bei Patienten mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen spielen diese Übungen und ein regelmäßiges Atemtraining eine wichtige Rolle. Aber auch Leistungssportler wie Martina Ertl achten auf die richtige Atemtechnik und trainieren so Lungenvolumen und Ausdauer.
Zudem entspannt Atemgymnastik fast augenblicklich und fördert die Konzentration.
Grundposition
Sie stehen gerade mit schulterbreit gegrätschten Beinen. Die Arme hängen seitlich am Körper. Stehen Sie ganz entspannt - das ganze Gewicht ruht auf den Beinen und Füßen.
Atemtechnik
Atmen Sie ruhig und gleichmäßig durch die Nase ein und aus. Beginnen Sie dann die einzelnen Übungen mit einer tiefen Vollatmung: Atmen Sie zunächst in den Bauch, dann in die Brust und die seitlichen Rippenbögen. Tipps zur richtigen Technik: Die Lungen müssen sich zuerst von unten füllen, wobei sich der Bauch vorwölbt. Gleichzeitig weitet sich der untere Teil des Brustkorbs. Erst danach füllen sich die oberen Lungenabschnitte. Am Ende der tiefen Einatmung hebt sich der obere Teil des Brustbeins.
Vorbereitung auf die Atemgymnastik
- Nehmen Sie sich Zeit.
- Üben Sie nicht mit vollem Magen.
- Achten Sie auf eine ruhige Umgebung.
- Tragen Sie bequeme Kleidung.
- Entspannen Sie sich.
Atemübung 1
- Beim Einatmen die Arme nach vorn, dann nach oben strecken.
- In dieser Position kurz die Spannung halten.
- Beim Ausatmen die Arme langsam wieder runter nehmen.
Atemübung 2
- Tief einatmen, dabei die Arme erst nach vorn dann nach oben strecken. In dieser Position kurz die Spannung halten. Oberkörper, Schultern und Arme vornüberfallen lassen und dabei hörbar ausatmen.
- Jetzt mit den Händen die Fußgelenke umfassen. Noch beim Ausatmen einmal laut "ha" ausrufen, so dass auch die restliche Atemluft aus der Lunge heraus gepresst wird.
- Versuchen Sie dabei, den Kopf so weit wie möglich an die Knie zu drücken.
Atemübung 3
- Beim Einatmen die Arme seitlich ausstrecken, Handflächen zeigen zum Boden.
- Beim Ausatmen die Arme langsam senken.
- Bewegen Sie Ihre ausgestreckten Arme gleichmäßig im Atemrhythmus.
Atemübung 4
- Beim Einatmen die Arme zu den Seiten ausstrecken. Kurz die Spannung halten.
- Beim Ausatmen die Arme vorm Körper über Kreuz zusammenbringen, so als wollten Sie sich selbst umarmen.
Atemübung 5
- Einatmen und dabei die Arme seitlich ausstrecken. Dann die Arme nach hinten führen, so dass sich die Hände fassen können. Position kurz halten.
- Hörbar ausatmen und den Körper nach vorn überbeugen - die gefalteten Hände zeigen nach oben.
- Beim Einatmen die Hände
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
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