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Sexuelle Probleme der Frau - Orgasmus Probleme

Sexuelle Probleme der Frau

Meistens sind die Ursachen für sexuelle Probleme der Frau psychischer Natur. Depressionen, sexueller Missbrauch in der Vergangenheit, Unzufriedenheit mit der Partnerschaft oder ein verzerrtes Körperbild können beispielsweise den Spaß an der Sexualität beeinträchtigen.

Manche Frauen haben Operationen hinter sich, die sie als "entstellend" empfinden und die oft zu einer totalen sexuellen Verweigerung führen. Brustentfernung, große Narben, künstlicher Darmausgang, aber auch die Entfernung der Gebärmutter können sich lebens- und sexualitätsverändernd auswirken.

Ein Teil der Probleme kann organisch bedingt sein. In den Wechseljahren können trockene Schleimhaut und Schrumpfung des Scheidengewebes das Eindringen des Partners erschweren. Teilweise ist das auf hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren und andere altersbedingte Prozesse zurückzuführen.

Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) kann zu häufigen Entzündungen und zu Empfindungsstörungen führen. Rauchen, Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen zu einer verminderten Belastbarkeit beim Geschlechtsverkehr. Manchmal sind es auch Fettleibigkeit und Erkrankungen der Gelenke und des Rückens, die Frauen die Freude am Sex verleiden können.

Welche Probleme gibt es?

  • Fehlende Lust auf sexuelle Betätigung (Libidoverlust) bis zur totalen sexuellen Gefühlskälte. Früher wurde dieser Zustand als Frigidität (wörtlich: Kälte) bezeichnet, heute spricht man von einem totalen Libidoverlust.
  • Kein oder nur schwer zu erlangender Orgasmus trotz vorhandener Lust (Anorgasmie)
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können die Erregung beim Verkehr mindern
  • Scheidenkrampf (Vaginismus) 


Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es?

Um organische Ursachen auszuschließen, sollte eine frauenärztliche (gynäkologische) Untersuchung erfolgen. Danach kann man beispielsweise Hormonstörungen oder Infektionen gezielt behandeln. Auch andere Untersuchungen des Körpers und der Ausschluss von Erkrankungen wie beispielsweise eine Zuckerkrankheit spielen eine Rolle. Wichtig ist auch, auf möglicherweise vorhandene seelische Probleme zu schauen. Eine gezielte Sexualanamnese kann dabei sehr hilfreich sein. Des weiteren spielen natürlich auch individuelle Vorstellungen zur Sexualität, das soziale Umfeld und die Partnerschaft eine entscheidende Rolle.

Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es?

Zunächst müssen immer die organischen Ursachen behoben werden (z.B. Östrogensalbe bei trockener Scheide in den Wechseljahren , Anti-Pilzcreme bei Pilzinfektion der Scheide).

Psychische Ursachen lassen sich häufig durch gezielte Aufklärung und Beratung lösen, in manchen Fällen kann eine Sexualtherapie hilfreich sein. Eine Paartherapie kann ebenso eine Option zur Problemlösung darstellen, wie andere therapeutische Konzepte auch.

letzte Aktualisierung: 03.02.2012

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