
Vitamin B3 ist am Kohlenhydrat-, Protein- und Fettstoffwechsel, an der Energiegewinnung und bei Entgiftungs- und antioxidativen Systemen beteiligt.
Im 18. Jahrhundert wurde erstmals in Spanien der Zusammenhang zwischen Vitamin B3-Mangel und einseitiger Maisernährung unter der Erkrankung "Pellagra" bekannt. Diese Erkrankung ging mit "rauer Haut" (Pellagra), Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen und zentralnervösen Störungen einher. Leichte Mangelerscheinungen zeigen sich durch Haut- und Schleimhautstörungen (Zungenbrennen, Mundwinkelentzündungen, gerötete, schuppige Haut) oder Verdauungsstörungen.
Niacin/Niacinamid wird therapeutisch bei Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt, da es dosisabhängig Cholesterin- und Triglyzeridwerte senkt und HDL-Cholesterin erhöht. Seine gefäßerweiternde Wirkung macht man sich bei Bluthochdruck oder Migräne zu Nutzen.
Als Nebenwirkung können Verdauungsstörungen und ein sog. Flush auftreten (Hautrötung, Kribbeln, Blutdruckabfall). Aus diesem Grund muss eine Behandlung mit höheren Dosen langsam "einschleichend" und unter ärztlicher Aufsicht begonnen werden.
Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 13-17 mg für Erwachsene (D-A-CH-Referenzwert).
15mg Vitamin B3 sind in
enthalten.
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