Es ist ein menschlicher Reflex, sich mit den Händen an die Stelle zu fassen, an denen der Schmerz auftritt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass bereits 2600 v. Chr. in China eine physiotherapeutische Behandlungsmethoden durch den Arzt Huang-ti angewendet wurde. Heutzutage ist das Angebot an Massagen vielfältig - sie dienen aber nicht nur der Behandlung, sondern auch der Entspannung.
Was bewirkt eine Massage?
- Massagen lösen Verkrampfungen und fördern die Durchblutung von Haut und Muskeln.
- Massagen verbessern die Hormonausschüttung, sorgen für tieferen Schlaf und Wohlbefinden. Sie heben die Laune und bauen Stress ab, denn die Massage senkt den Pegel an Stresshormonen im Körper.
- Sie regt die Ausschüttung des Hormons Oxytocin an (Oxytocin-Ausschüttung sorgt auch für das Glücksgefühl).
- Eine Massage nach sportlicher Anstrengung verhindert die Übersäuerung der Muskulatur und beugt dem Muskelkater vor.
- Nach einer Massage nehmen Menschen ihren Körper wieder bewusster wahr, was häufig die gesamte Körperhaltung deutlich verbessert.
Wie erkenne ich einen guten Masseur?
Ein guter Masseur...
- nimmt sich Zeit und stellt Fragen
- geht auf die Wünsche des Kunden ein
- nimmt auf gesundheitliche Probleme Rücksicht
- ertastet Verspannungen und lockert diese
Wichtig: Massagen zur Entspannung und Massagen zur Behandlung sollten unterschieden werden. Denn bei einem krankhaften Befund ist nicht jede Massage geeignet. Und: längst nicht jeder, der massiert, hat eine fundierte medizinische Ausbildung. Deshalb ist es notwendig bei Erkrankungen und Schmerzen einen Arzt aufzusuchen.
Was muss ich selbst beachten?
- Bei akuten Beschwerden, einmal pro Woche massieren lassen, Gesunde alle zwei bis drei Wochen.
- Fieber? Starke Grippe? Entzündungen im Körper? Offene Wunden? – Tabus für Massagen!
- Achtung Schwangere! Nur mit Vorsicht massieren lassen und vorher mit dem Arzt sprechen.
Was gibt es für Massagetechniken?
Der Klassiker- Schwedische Massage
Die klassische "Knetkur". Kräftiges Streichen, Kneten und Reiben macht die Muskeln weich, fördert die Durchblutung und der Stoffwechsel wird angeregt. Der gesteigerte Lymphfluss schwemmt Abbauprodukte aus dem Gewebe.
- Kurbelt den Stoffwechsel an, sorgt für Entspannung und gute Laune.
- Dauer: ca. 30 bis 60 Minuten
Die Asiatische- Thaimassage
Der Masseur ist im Ganzkörpereinsatz, arbeitet mit Händen und Füßen und bewegt den Patienten in einer Art "passivem Yoga".
- Regt den Energiefluss an, löst Verspannungen besonders gut und erfrischt Körper und Geist.
- Dauer: ca. 45 Minuten
Die Druckmassage - Shiatsu
Der Masseur übt langsamen, anhaltenden Druck auf bestimmte Punkte entlang der Körpermediane aus. Die Meridiane (Energieleitbahnen) haben die Aufgabe, die Lebensenergie im Körper zu transportieren und zu verteilen. Durch gezielten Druck auf diese Energiebahnen sollen Blockaden aufgelöst und der Energiefluss wiederhergestellt werden.
- Shiatsu löst Energieblockaden, die durch Stress oder aufgestaute Gefühle verursacht wurden.
- Geeignet für: Menschen mit Haltungs-, Nacken-, Rückenproblemen und Verspannungen, auch bei psychischem Stress.
- Dauer: ca. 60 Minuten
Die Aromatische - Aromamassage
Der Masseur bearbeitet den Körper mit Knet-, Streich- und Rüttelbewegungen, dabei werden ätherische Öle einmassiert.
- Der Duft stimuliert das Nervensystem (z.B. Orange wirkt belebend, Lavendel beruhigend).
- Dauer: ca. 60 Minuten
Die Klingende - Klangmassage
Indische Massage, dabei werden verschieden große Klangschalen auf den Körper gelegt und mit sanften Schlägen zum Klingen gebracht. Die Vibration löst Energiestaus und Blockaden.
- Geeignet für: experimentierfreudige Menschen, die tiefe Entspannung suchen.
- Dauer: ca. 60 Minuten
Die Exotische – Lomi Lomi Nui
Spirituelle, hawaianische Tempelmassage mit Kokosöl und Hulamusik, mittels tänzerischer Bewegungen erspürt der Therapeut Blockaden und gleicht den Energiefluss aus. Lomi ist der hawaiianische Ausdruck für Massage und bedeutet: "drücken, kneten, reiben, arbeiten am Innen und Aussen".
- Steigert Vitalität und Wohlbefinden.
- Geeignet für: stressgeplagte und erschöpfte Menschen
- Dauer: ab 60 Minuten