
Ayurveda stammt aus dem Himalayagebiet und gilt als eine der ältesten Heilmethoden der Welt. Bereits vor 5.000 Jahren entstanden in Indien die ersten Schriften zur Ayurveda. "Ayurveda", leitet sich von "Ayur", langes Leben, und "Veda", das Wissen, ab.
Diese "Wissenschaft vom langen Leben" will nach einer alten Definition die Gesundheit des Gesunden erhalten und den Kranken behandeln. Die ayurvedische Lehre geht dabei weit über das reine Behandeln von Krankheiten hinaus. Wie bei der traditionellen chinesischen Medizin wird der Mensch hier ganzheitlich, das heißt als Einheit von Körper und Seele betrachtet.
Nach dieser Gesundheitslehre werden die Menschen in unterschiedliche Konstitutionstypen eingeteilt, nach denen sich die individuellen Behandlungsmethoden bei Krankheiten richten. Der Ayurveda hat ganz eigene Auffassungen über Bau und Funktion des menschlichen Körpers. Vereinfacht kann man sagen, dass nach ayurvedischer Lehre der menschliche Körper aus strukturellen Elementen (dazu gehören Haut, Knochen, Gewebearten und feine Kanalsysteme) und energetischen Komponenten (d.h. aus Energien, die im Körper wirken) besteht.
Ernährung, Schlaf und Sexualität sind nach ayurvedischer Lehre die drei Säulen des Lebens. Ayurvedische Heilmethoden beinhalten unter anderem Massagen, Dampfbäder oder Ölgüsse. Aber auch Nahrungsmittel und ihre Zubereitung nehmen eine wichtige Rolle bei den Therapien ein.
Im Ayurveda gilt Nahrung als Medizin. So glauben Anhänger dieser Gesundheitslehre, dass sich durch die richtigen Speisen viele Beschwerden bessern oder sogar ganz beheben lassen. Als Grundlage für eine optimale Nahrungszusammensetzung dient im Ayurveda der Geschmackssinn. Man unterscheidet nach ayurvedischer Tradition sechs Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, bitter, herb und scharf. Eine vollständige Nahrung sollte nach ayurvedischer Vorstellung alle diese sechs Geschmacksrichtungen enthalten. Die Speisen sollten mit "Ghee" (gekochter ausgelassener Butter) zubereitet werden. Sie ist frei von Eiweiß oder Wasser, kann damit stark erhitzt werden, damit auch die Gewürze ihre ätherischen Öle entfalten können. Gewürze spielen in der ayurvedischen Küche eine ganz zentrale Rolle. Mit ihrer Hilfe können Mahlzeiten bekömmlich und leicht verdaulich gemacht werden und sie unterstützen die Wirkung von Speisen oder steuern ihr entgegen - je nach Wahl.
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