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Heilkräuter und Tees - Ginko

Ginkgo - Pflanze mit "Urkraft"

Der Baum mit den fächerförmigen Blättern ist in Asien heilig. Ginkgo steht dort als Symbol für Hoffnung, langes Leben, Fruchtbarkeit, Lebenskraft und Unbesiegbarkeit.

Welche Pflanze, so fragen die Chinesen, könnte also geeigneter sein, um Menschen zu heilen? Folgerichtig pflücken die Asiaten die Blätter direkt vom Baum und essen sie bei Asthma, Bronchitis, Kreislaufstörungen, Hautkrankheiten und Angstzuständen. Besonders wirksam sollen die Blätter bei Konzentrationsschwächen und Gedächtnisstörungen sein.

Wertvoller Extrakt

Das hat die westliche Schulmedizin interessiert beobachtet. Mittlerweile ist Ginkgo auch bei uns zu einem – durch Studien belegten – anerkannten Heilmittel geworden. Allerdings als Extrakt.

Und das hat zwei gute Gründe: die wertvollen Inhaltsstoffe der Blätter sind nur schwer wasserlöslich und können deshalb vom Organismus nur unzureichend verwertet werden. Außerdem kann der Verzehr der Blätter sogar schädlich sein. Weil Natur-Ginkgo auch Substanzen enthält, die Allergien hervorrufen können. Moderne Arzneimittel aus Ginkgo enthalten deshalb einen Extrakt, dem die erwünschten Inhaltsstoffe zugefügt und aus dem die unerwünschten Substanzen entfernt werden.

Die Wirkungen von Ginkgo – auf einen Blick

Verantwortlich für die Heilkraft des asiatischen Gewächses sind die in ihm enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe Ginkgolide und Bilobide. Beides Wirkstoffe, die nur im Ginkgo zu finden sind. Aber was bewirkt Ginkgo nun im Körper:

  • Ginkgo-Extrakt macht das Blut fließfähiger.
  • Die Durchblutung in den feinen Gefäßen (Mikrozirkulation) wird verbessert und damit der Sauerstoff- und Nährstoffgehalt der "grauen Zellen".
  • Ginkgo ist außerdem ein so genannter Radikalfänger, das heißt aggressive Moleküle, die die Zellen angreifen, werden abgefangen.
  • Die Nervenzellen werden geschützt, denn Ginkgo wirkt dem Abbau von Nervenzellen entgegen und steigert die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Zellen.

Gesundheit für Gehirn und Sinne

Damit unser Gehirn funktionieren kann, müssen die Zellen über die Blutbahnen und feinen Kapillargefäße mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Vorrausetzung dafür, dass die Vitalstoffe an den Ort des Geschehens gelangen, ist ein funktionierender Blutfluss in den ganz kleinen Adern im Gehirn. Experten sprechen hier von Mikrozirkulation.

Mit zunehmendem Alter kommt es jedoch zu Veränderungen, vor allem an den feinen Blutgefäßen, die das Gehirn versorgen. Gründe sind oft kleinste Ablagerungen und in der Folge Verengungen der Gefäße – die Arteriosklerose. Diese Veränderungen passieren bei jedem von uns im Laufe der Jahre. Aber wie stark die Ablagerungen sind und ab wann gesundheitliche Probleme durch die Ablagerungen auftreten, das lässt sich durch einige Risikofaktoren durchaus beeinflussen. Zu diesen Risikofaktoren zählen:

  • Rauchen, Bluthochdruck
  • zu hohe Cholesterinwerte im Blut, Diabetes
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • Mangel an Antioxidanzien sowie
  • erhöhte Homocysteinspiegel.

Das Gehirn ist von Durchblutungsstörungen besonders betroffen, da es die Schaltzentrale für alle wichtigen Vorgänge im Körper ist und bis zu einem Viertel des Sauerstoffbedarfs unseres gesamten Organismus beansprucht. Erste Anzeichen einer Mangeldurchblutung können z. B. nachlassende Konzentration, aber auch Schwindel oder Ohrensausen sein.

Besteht die Mangeldurchblutung länger können Nervenzellen nach und nach absterben und es kommt zu fortschreitendem Gedächtnisverlust, Sprachproblemen, Stimmungsschwankungen, Orientierungslosigkeit und Persönlichkeitsveränderungen. Treten all diese Symptome auf, spricht man von Demenz. Wer Warnzeichen bemerkt, sollte sich gleich an den Arzt wenden, denn eine frühe Diagnose und das frühe Einsetzen der Behandlung ist wichtig, da Nervenzellen, die einmal abgebaut wurden, nicht wieder belebt werden.

Hörsturz und Tinnitus

Durchblutungsstörungen können auch Sinnesorgane wie die Hörsinneszellen im Ohr schädigen. Werden diese feinen Härchen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, sterben sie ab und versagen ihren Dienst. Die Folgen sind zum Teil dramatisch: Ohrgeräusche oder Hörsturz. Auch hier können Ginkgo-Präparate helfen.

Anwendung und Nebenwirkungen

Zur Anwendung kommen ausschließlich Fertigpräparate aus Ginkgoextrakt. Darreichungsformen sind Tabletten, Dragees, Säfte und Tropfen, die sich hinsichtlich Wirkstoffkonzentration und –zusammensetzung unterscheiden können. Die Behandlung sollte über einen Zeitraum von 8 Wochen durchgeführt werden. Nebenwirkungen können in seltenen Fällen Störungen der Kreislaufregulation, Magen-Darm-Beschwerden, allergische Hautreaktionen oder Venenentzündungen sein.

letzte Aktualisierung: 21.05.2012
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