Virtuelle Magenspiegelung
Mit der virtuellen Magenspiegelung lassen sich Risiken und Unannehmlichkeiten der herkömmlichen endoskopischen Untersuchung des Magens vermeiden. Es erfolgt lediglich eine Simulation einer
Gastroskopie am Computermonitor. Schläuche oder andere Geräte, die ins Mageninnere eingebracht werden müssen und Panik, Würgreiz sowie unter Umständen innere Verletzungen hervorrufen können, sind bei der virtuellen Magenspiegelung nicht erforderlich. Allein durch die Technik der
Computertomografie und der
Magnetresonanztomografie, die Schichtaufnahmen liefert, die eine spezielle Rechnersoftware anschließend zu dreidimensionalen Bildern zusammenfügt, ist es möglich, das Mageninnere zu begutachten und kleinste Veränderungen oder Tumoren des Magens oder der Speiseröhre zu entdecken.
Die Dauer einer virtuellen Magenspiegelung ist abhängig vom jeweils eingesetzten bildgebenden Verfahren. Mit der
Magnetresonanztomografie sind die erforderlichen Aufnahmen innerhalb etwa einer halben Stunde "im Kasten". Mit der ultraschnellen
Computertomografie reicht sogar die Hälfte der Zeit. Währenddessen muss der Patient mehrmals für wenige Sekunden, in denen die eigentlichen Bilder aufgenommen werden, den Atem anhalten. Unmittelbar vor der virtuellen
Gastroskopie wird der Magen mittels eines speziellen Gases zur besseren Darstellung leicht gebläht. Wie bei der herkömmlichen Magenspiegelung muss auch bei der virtuellen
Gastroskopie die Untersuchung im nüchternen Zustand erfolgen. Dies ist aber auch schon die einzige parallele zum endoskopischen Verfahren. Vielleicht wird die virtuelle
Gastroskopie im Zuge des technischen Fortschritts in nicht allzu ferner Zukunft die risikobehaftete herkömmliche Magenspiegelung verdrängen und sich zu einer praktikablen und für eine breite Anwendung an Gesunden geeigneten Untersuchungsmethode zur Früherkennung von
Magenkrebs entwickeln.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
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