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Magenkrebs Vorsorgeuntersuchung - Helicobacter- pylori- Atemtest

Helicobacter- pylori- Atemtest

Neben dem Rauchen und einer gewissen genetischen Veranlagung können auch bestimmte Ernährungsgewohnheiten das Risiko erhöhen, dass sich ein Magenkarzinom entwickelt. Auch bestimmte Vorerkrankungen des Magens spielen bei der Krebsentstehung eine Rolle. Bei den meisten Patienten, die an Magenkrebs erkrankten, ließ sich eine Infektion der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori nachweisen. Der Helicobacter-Befall ist allerdings weltweit die häufigste bakterielle Infektion des Menschen, die sich durch Magenbeschwerden, Blähungen, Sodbrennen oder Durchfall bemerkbar macht. Übertragen wird der Erreger durch Speichel, infizierte Lebensmittel oder durch Haustiere. Auf Dauer kommt es durch die Infektion zu Entzündungen der Magen- bzw. Darmschleimhaut oder sogar zu Magengeschwüren. Auch in der Bevölkerung der Bundesrepublik ist diese Infektion altersabhängig sehr weit verbreitet (etwa die Hälfte der über 60-Jährigen ist betroffen) und kann daher allein nicht unbedingt als ursächlich für die Entstehung von Magenkrebs angesehen werden. In der Kombination mit einer fleischreichen Ernährung kann eine Helicobacter-pylori-Infektion Studien zufolge allerdings das Magenkrebsrisiko auf das Fünffache erhöhen. Möglicherweise begünstigt der hohe Eisengehalt des Fleisches einerseits die Entwicklung der Bakterien und zum anderen die Bildung krebserregender Stoffe wie Nitrosamine.

Noch vor wenigen Jahren gab nur die bei einer Magenspiegelung entnommene Gewebeprobe darüber Aufschluss, ob ein Befall der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori vorliegt. Inzwischen existiert ein schnelles nichtinvasives Testverfahren, das anhand der Atemluft eine Infektion mit diesem Erreger sehr zuverlässig nachweisen kann. Bei einem positiven Testergebnis kann eine medikamentöse Therapie die Infektion zurückdrängen und beseitigen und damit auch das Risiko senken, an Magenkrebs zu erkranken.

Für den Helicobacter-pylori-Atemtest muss der Proband eine Testflüssigkeit trinken oder eine Kapsel schlucken, die mit radioaktivem Kohlenstoff (C14) markierten Harnstoff enthält. Die radioaktive Strahlung, die dabei auf den Körper wirkt, ist geringer als bei einer Röntgenaufnahme und gilt daher als unbedenklich. Helicobacter pylori ist in nun der Lage, den Harnstoff enzymatisch zu spalten. Falls eine Infektion vorliegt, lässt sich nach einer Wartezeit von etwa zehn Minuten das als Spaltprodukt gebildete, ebenfalls radioaktiv markierte Kohlendioxid in der ausgeatmeten Luft nachweisen.
letzte Aktualisierung: 22.05.2012

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