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Hautkrebs Vorsorgeuntersuchung - Hautkrebsscreening

Hautkrebsscreening

Unter dem Begriff "Hautkrebsscreening" ist eine fachärztliche Früherkennungsuntersuchung der Haut zu verstehen. Zwar gehört für Frauen ab 30 Jahren und für Männer ab 45 Jahren auch eine jährliche Untersuchung auf Hautkrebs zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krebsfrüherkennung. Dieser regelmäßige Hautkrebs-Check ist jedoch eingegliedert in die allgemeine Krebsfrüherkennung beim Allgemeinmediziner, Internisten oder beim Gynäkologen bzw. Urologen und daher zwangsläufig nicht tiefgreifend genug. Der Arzt, der routinemäßig etwa Gebärmutterhals- oder Brustkrebs bzw. Tumoren der Prostata nachspürt, wird den Patienten dabei fragen, ob ihm Veränderungen seiner Haut aufgefallen sind, und selbst nur eine relativ grobe Untersuchung der Haut vornehmen. Wenn sich dabei ein Verdacht auf Hautkrebs oder dessen Vorstufe ergibt, ist eine eingehende Abklärung per Auflichtmikroskop (Dermatoskopie) durch einen Hautarzt nötig.

Waren ohne Verdachtsmomente die Kosten für eine fachärztliche Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs bisher abgesehen von einzelnen regionalen Modellprojekten noch als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL, ca. 70 Euro) selbst zu tragen, so sind im Frühjahr 2007 einige gesetzliche Krankenversicherungen bereits freiwillig dazu übergegangen, ein solches Hautkrebsscreening in ihren Leistungskatalog aufzunehmen. Eine allgemein bindende Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses darüber steht derzeit noch aus. Versicherte sollten sich daher bei ihrer Krankenkasse individuell nach den Möglichkeiten einer Kostenübernahme für das Hautkrebsscreening erkundigen.

Auflichtmikroskopie

Bei der Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie) handelt es sich um die genaueste und daher einzige zur Früherkennung von Hautkrebs geeignete Untersuchung. Sie wird in der Regel von einem Dermatologen durchgeführt, der Erfahrung mit der Interpretation von auffälligen Hautveränderungen hat. Das Auflichtmikroskop besteht aus einer mit einer Halogenlampe versehene Lupe, an der sich eine kleine Glasplatte befindet. Diese setzt der Arzt direkt auf die zu untersuchende Hautpartie. Durch den Einsatz von Paraffinöl oder Desinfektionsspray zwischen Glasplatte und Haut können Lichtreflexionen weitgehend ausgeschaltet werden (Immersion). Mittels Auflichtmikroskopie können unter zehnfacher Vergrößerung auch tiefer gelegene Hautschichten inspiziert und relativ sicher beurteilt werden.

Computerdermatoskopie

Die Computerdermatoskopie ist eine Weiterentwicklung der Auflichtmikroskopie. Mit einer Foto- oder Videokamera ausgestattete Auflichtmikroskope liefern dabei digitale Bilder, die am Computerbildschirm mittels spezieller Software analysiert und abgespeichert werden können. Dadurch ist es möglich, den Verlauf von Hautveränderungen über einen längeren Zeitraum zu verfolgen und zu dokumentieren. Mit dieser modernen Technik lassen sich in vielen Fällen gut- und bösartige Veränderungen eindeutig unterscheiden. Ein Entfernen betroffener Hautpartien schon bei Verdacht auf Hautkrebs ist dadurch heutzutage immer seltener nötig.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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