Der
Pap-Test, benannt nach seinem Entwickler, dem griechischen Arzt G.N. Papanicolaou, ist das neben der
Genitaluntersuchung zweite wichtige Standbein bei der Früherkennung von
Gebärmutterhalskrebs. Der
Pap-Test ist eine zytologische Untersuchung der Gebärmutter. Dabei wird mit einem Spatel, einer kleinen Bürste oder einem Wattestäbchen etwas Zellmaterial von Gebärmuttermund und Gebärmutterhals abgeschabt (
Abstrich). Diese Prozedur, die sowohl Gynäkologen als auch Allgemeinmediziner durchführen können, ist völlig schmerzlos. Der eigentliche
Pap-Test erfolgt dann im Labor, wo die entnommenen Zellen durch entsprechend ausgebildetes Personal mikroskopisch begutachtet werden. Anhand der so genannten Pap-Skala, die die möglichen Erscheinungsbilder des Zellmaterials in verschiedene Stadien einteilt, lassen sich eventuell beobachtete Zellveränderungen hinsichtlich ihrer Ursache und ihres Behandlungsbedarfs sicher beurteilen. Meist sind es lediglich entzündliche Vorgänge, die zu abnormen Resultaten beim
Pap-Test führen. Weil sie jedoch eventuell das Risiko einer Tumorbildung erhöhen, müssen auch solche Unregelmäßigkeiten weiter beobachtet werden. Ergibt der
Pap-Test einen krebsverdächtigen Befund, sind je nach Schwere der Veränderungen Kontrollabstriche oder weitere Gewebeproben sowie bei bestätigtem Krebsverdacht auch Untersuchungen zur Krankheitsausbreitung erforderlich.
letzte Aktualisierung: 21.05.2012
Artikelinformationen zu Gebärmutterhalskrebs Vorsorgeuntersuchung