
Grüner und schwarzer Tee werden aus dem gleichen Blattmaterial hergestellt. Schwarzer Tee entsteht dabei durch Fermentation nach dem Anwelken und erhält dadurch erst seine dunkle Blatt- und Aufgussfarbe. Für Geschmack und Aroma des Schwarztees ist dieser Vorgang entscheidend. Grüner Tee ist die nicht fermentierte Variante. Damit der Tee nicht fermentiert, werden die Enzyme, durch kurzes Abbrühen in kochendem Wasser oder durch eine Behandlung mit Wasserdampf, zerstört. Zuletzt wird der Tee mehrfach gerollt und getrocknet.
Von besonderer Bedeutung für einen echten Teegenuss sind die Qualität und Menge des Tees, die Temperatur und Qualität des Wassers sowie die Zeit, die der Tee zieht.
Das Angebot ist breit. Es gibt eine Fülle von Tees, die zur Verfügung stehen:
Bei der Ernte sind vor allem der first und second flush bedeutend. Die Frühlingspflückung (first flush) ist leicht, blumig, hell - die Sommerpflückung (second flush) dagegen kräftiger. Die übrigen Ernten sind eher von einfacher Qualität.
Earl Grey ist eine Mischung aus Darjeeling, Assam, Ceylon und chinesischem Keemun-Tee. Er wird mit Bergamotteöl aromatisiert, was den typischen zitrusartigen Geschmack ergibt.
Eine gute Ostfriesische Mischung besteht aus etwa zwei Dritteln Assam-Tee und einem Drittel Tee aus Ceylon oder Sumatra/Java. Der typische English Breakfast Tea dagegen enthält zwei Drittel fruchtigen Ceylon-Tee und ein Drittel kräftigen Assam.
Tee ist ein Genussmittel, aber Tee ist auch eine Naturarznei. Nach neuen Erkenntnissen von US-Forschern stärken grüne und schwarze Teesorten das Immunsystem. Bei einem Versuch tranken elf Testpersonen je einen halben Liter Tee pro Tag. Daraufhin zeigte sich ihr Immunsystem stärker gegenüber Infektionen als jene Testpersonen die Kaffee tranken.
Die in den schwarzen und grünen Teesorten enthaltenen Aminosäuren L-Theanin stimulieren die so genannten Killer-T-Zellen des menschlichen Immunsystems. Diese Zellen haben eine Schutzfunktion im Körper und können Zellen erkennen und bekämpfen, die mit Viren infiziert sind. Schon zuvor zeigten Untersuchungen, dass der Konsum bestimmter Teesorten das Krebsrisiko senken kann.
Mediziner der University of Illinois haben im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass regelmäßiger Schwarztee-Konsum das Risiko für Zahnkaries senkt. Die Inhaltsstoffe des schwarzen Tees stoppen das Wachstum säurebildender Bakterien im Zahnbelag, die für die Entstehung von Karies verantwortlich sind. Wie die Forscher feststellten, hemmt Schwarztee auch das bakterielle Enzym Glycosyltransferase, das verzehrten Zucker in eine klebrige Haftsubstanz umwandelt, mit dem Zahnbelag an den Zähnen festklebt. Bei Testpersonen, die mit Schwarztee fünfmal in dreiminütigem Abstand für 30 Sekunden spülten, stellten die Karies verursachenden Bakterien ihr Wachstum sowie die Säureproduktion ein.
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