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Gesund Essen - Gesunde Ernährung im Winter

Gesunde Ernährung im Winter - Fit für die kalten Tage

Die kalte Jahreszeit ist ins Land gezogen und mit ihr die Gefahr von Erkältungskrankheiten. Die Nase läuft, der Kopf brummt und der Reizhusten raubt einem den Schlaf. Ob und wie stark sich eine Erkältung ausbreitet, hängt vom Immunsystem ab. Die tägliche Ernährung spielt bei der Unterstützung des Immunsystems und bei der Prophylaxe von Infekten eine besondere Rolle.

Das menschliche Immunsystem ist ein zentraler Bestandteil der Abwehrkräfte, die den Körper u.a. vor eindringenden Bakterien, Viren und Parasiten schützen. Das Immunsystem stellt kein isoliertes System dar, sondern unterliegt verschiedenen inneren und äußeren Einflussfaktoren. Damit alle für die Abwehr entscheidenden Stoffwechselvorgänge ablaufen können, ist es auf die ausreichende Zufuhr essentieller Nährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe) angewiesen. Essentiell bedeutet, sie müssen von außen mit der Nahrung zugeführt werden.

Sekundäre Pflanzenstoffe - SPS

Neben den essentiellen Nährstoffen können auch einige sekundäre Pflanzenstoffe (SPS) immunmodulierend, also stärkend auf das Immunsystem wirken. Laut Definition sind sekundäre Pflanzenstoffe natürliche Inhaltsstoffe von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide. Sie werden inzwischen - was ihre Bedeutung für die Gesundheit angeht - vielfach auf eine Stufe mit Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen gestellt, da sie zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen und wichtige Schutzstoffe darstellen. So besitzen einige SPS eine antimikrobielle Wirkung, indem sie Zahl und Aktivität der krankheitserregenden Mikroorganismen vermindern. Zu den SPS zählen unter anderem die Carotinoide und Flavonoide.

Power zum Anbeißen 

  • Gerade bei Erkältungskrankheiten kann eine Ernährung die reich an Vitaminen und SPS ist, das Immunsystem stärken. Auch die Anfangsphase von Infektionen ist ein optimaler Zeitpunkt für den Einsatz der antimikrobiellen Nahrungsinhaltsstoffe. Da eine Infektion zu diesem Zeitpunkt oft nicht bewusst wahrgenommen wird, empfiehlt es sich, Obst, Gemüse und Vollkornprodukten generell den meisten Platz auf unseren Tellern einzuräumen, um unseren Körper für den Ernstfall vorzubereiten.
  • Die antimikrobiellen Eigenschaften von Knoblauch waren bereits Aristoteles und Hippokrates bekannt. Im 2. Weltkrieg wurde Knoblauch als Antiseptikum (keimabtötendes Mittel) gegen Wundbrand verwendet. Knoblauch ist vermutlich die Nahrungspflanze mit der stärksten antimikrobiellen Wirkung. Dieser Effekt beruht auf den darin enthaltenen schwefelhaltigen Verbindungen. Knoblauchsaft hemmt in vitro (also im Reagenzglas) selbst bei starker Verdünnung (1:125.000) das Wachstum von Staphylokokken, Streptokokken, Vibrionen, Bazillen, Pilzen und Hefen. Die höchsten Konzentrationen solcher Stoffe wurden zwar in Knoblauch nachgewiesen, jedoch kommen sie auch in Zwiebeln, Lauch, Schalotten und Schnittlauch reichlich vor. 
  • Kohlarten enthalten Senföle mit antimikrobieller Wirkung. Somit unterstützen die keimabtötenden "Küchengehilfen" wie Kresse, Meerrettich und Senf den Organismus bei der Abwehr. Kohlgemüse enthält darüber hinaus Glucosinolate, die ihre antimikrobielle Wirkung speziell in den ableitenden Harnwegen entfalten.
  • Einzelne Flavonoide (z. B. Quercetin) wirken antimikrobiell, speziell gegen Viren. Die antivirale Wirkung steht vermutlich im Zusammenhang mit ihrer Fähigkeit, virale Proteine (Eiweiße) zu binden sowie die Vermehrung der Viren zu beeinträchtigen. Flavonoide sind weit verbreitete Farbstoffe im gelben oder rot-violetten Farbspektrum. Obst und Gemüse, vor allem Zwiebel, Grünkohl, Äpfel und Beeren, punkten aufgrund ihres Gehalts an Quercetin. Eine klinische Studie ergab, dass Quercetin aus erhitzten Zwiebeln vom Körper am effektivsten verwertet wird. In isolierter Form verabreichtes Quercetin wurde in dieser Studie vom Körper deutlich schlechter aufgenommen als Quercetin aus Zwiebeln.
  • Für die Entwicklung und Funktion des Immunsystems sind auch einzelne Mineralstoffe und Spurenelemente, insbesondere Eisen, Zink und Selen essentiell. Eine Unterversorgung geht Hand in Hand mit einer eingeschränkten Immunantwort. Eine ausreichende Versorgung ist durch eine abwechslungsreiche Mischkost gewährleistet.
  • Vitamin-C-reiche Obst- und Gemüsesorten, wie Kiwi, Zitrusfrüchte, grüner Paprika, Sauerkraut, Rote Rüben und Erdäpfel unterstützen das Immunsystem wenn uns kalter Wind um die Ohren saust. Vitamin C bietet zwar keinen Schutz vor Erkältungskrankheiten, es verringert aber Dauer und Schwere der Infektion.
letzte Aktualisierung: 04.02.2012

Verwendete Quellen:

Quelle: Verband der Österreichischen Ernährungswissenschaft/er

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