
Essstörungen sind verbunden mit abnormem Essverhalten, einer gestörten Körperwahrnehmung, intensiver gedanklicher Beschäftigung mit dem Essen mit einer starken Angst vor Gewichtszunahme und ggfs. extremen Diäten bis hin zum Fasten. Sie können mit Untergewicht, Normalgewicht oder Übergewicht auftreten. Die wichtigsten Essstörungen sind die Anorexie, die Bulimie, die Binge Eating Disorder und die Adipositas. Allerdings gehen sie häufig ineinander über – so entwickeln z.B. Frauen, die in der Jugend eine Anorexie hatten, häufig im Anschluss eine Bulimie, bei bulimischen Patientinnen kann auch eine zusätzliche Adipositas vorliegen.
Welches Gewicht, welche Figur als attraktiv und erstrebenswert gesehen wird, hängt stark vom jeweiligen sozialen und gesellschaftlichen Hintergrund ab. Während in früheren (Mangel-)Zeiten Körperfülle als attraktives und erstrebenswertes Zeichen von Wohlstand bewertet wurde, gilt in den heutigen Zeiten des Nahrungsüberflusses in den industrialisierten Ländern ein extremes Schlankheitsideal. Parallel dazu nimmt durch das permanente Überangebot an Nahrungsmitteln das Vorkommen von krankhaftem Übergewicht immer mehr zu. Die medizinische Einschätzung von normal-, unter- und übergewichtig wird heute durch den sog. Body Mass Index (BMI) wiedergegeben. Der BMI berechnet sich aus Körpergewicht und Körpergröße nach der Formel (Körpergewicht (kg))/(Körpergröße (m))2. Ein BMI<18 gilt als Untergewicht (das entspricht unter 52kg bei 1,70 m Körpergröße), das Normalgewicht bewegt sich von 18-26 (52-75kg bei 1,70 m), über 26 beginnt leichtes Übergewicht, ab 30 (über 87kg bei 1,70 m) spricht man von Adipositas, ab 40 (über 115kg bei 1,70m) von schwerer Adipositas.
Als Autor anmelden
|
Jetzt Kommentar schreiben
zum Amfrageformular