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Vorderer Kreuzbandriss - Hintergrund / Einleitung

Vorderer Kreuzbandriss


Bei einem Kreuzbandriss – auch Kreuzbandruptur genannt – ist das vordere und/oder hintere Kreuzband im Kniegelenk entweder teilweise oder komplett gerissen. Ein vorderer Kreuzbandriss ereignet sich in Deutschland ca. 35 000 Mal jährlich und kommt damit wesentlich häufiger vor als ein Riss des hinteren Kreuzbandes. In der Mehrheit der Fälle kommt es bei Sportunfällen und Frauen zu einem Kreuzbandriss. Kurz nach dem Unfall zeigen sich Symptome wie Bluterguss, Spannungsgefühle und Belastungsschmerzen.

Definition: Vorderer Kreuzbandriss


Bei einem Kreuzbandriss handelt es sich um einen teilweisen oder kompletten Riss des vorderen oder hinteren Kreuzbandes im Kniegelenk. Je nachdem, ob das vordere oder das hintere Kreuzband betroffen ist, unterscheidet man zwischen einem vorderen und einem hinteren Kreuzbandriss.

Welche Bedeutung hat ein vorderer Kreuzbandriss?


Etwa 35.000 mal jährlich – so belegen es die Zahlen des Statistischen Bundesamtes – kommt es in Deutschland zu einer Verletzung des wichtigsten Bandes in unserem Kniegelenk: des vorderen Kreuzbandes. Der vordere Kreuzbandriss ist nicht nur die häufigste Bandverletzung im Kniegelenk, sie ist gleichzeitig auch eine der schwerwiegendsten. Durch den Kreuzbandriss ist einer der beiden zentralen Stabilisatoren des Gelenkes geschädigt. Durch den Ausfall des Kreuzbandes kommt es zu einem vermehrten Unterschenkelvorschub. Die Stabilität kann dann dauerhaft nur von den übrigen Kniebinnenanteilen aufrechterhalten werden mit der Folge weiterer Schäden an Meniskus, Bändern und Gelenkknorpel.


Wie kommt es zu einem vorderen Kreuzbandriss?


Ein Kreuzbandriss ist in den meisten Fällen die Folge eines Sportunfalls, insbesondere bei Sportarten wie Fußball, Handball und Skifahren. Bei diesen Sportarten kommt es meist durch einen plötzlichen und unerwarteten Richtungswechsel mit Verdrehen des Körpers bei gleichzeitigem Abstoppen der Schrittgeschwindigkeit zu einem Kreuzbandriss.

Wie äußert sich ein vorderer Kreuzbandriss?


Unmittelbar nachdem es zu dem Kreuzbandriss gekommen ist treten Symptome wie ein Bluterguss, Spannungsgefühle und starke Belastungsschmerzen auf. Zusätzlich schwillt das betroffene Knie schnell an. Nach dem Abklingen dieser akuten Beschwerden – nach etwa 10 bis 14 Tagen – äußert sich ein Kreuzbandriss häufig durch Unsicherheits- und Instabilitätsgefühle im Kniegelenk.

Wie wird ein vorderer Kreuzbandriss behandelt?


Ein Kreuzbandriss kann grundsätzlich sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden. Konservative Therapieverfahren beinhalten unter anderem die Physiotherapie zur Stabilisierung des Kniegelenks und zum Muskelaufbau sowie die Schmerztherapie und die Kältetherapie. Bei der operativen Behandlung wird das gerissene Kreuzband im Rahmen einer sogenannten Kreuzbandplastik durch eine intakte körpereigene Sehne ersetzt.

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