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Verschlusskrankheit der Beingefäße (Schaufensterkrankheit) - Hintergrund / Einleitung

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)


Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) – umgangssprachlich auch Schaufensterkrankheit genannt – handelt es sich um eine Durchblutungsstörung der Beine, an der vor allem ältere Menschen über 65 Jahre erkranken. Die arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) äußert sich durch Schmerzen in Waden oder Oberschenkel – zunächst nur beim Gehen, später auch im Ruhezustand. Bei Rauchern sowie Menschen mit Diabetes mellitus, hohen Blutfettwerten, hohem Blutdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel ist das Risiko besonders groß, an der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) zu erkranken.

Häufigkeit und Definition der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)


In Deutschland leiden 4,5 Millionen Menschen an der (peripheren) arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK), einer Erkrankung, bei der die Arterien im Becken oder in den Beinen durch Verkalkung krankhaft verengt sind. Dennoch ist die arterielle Verschlusskrankheit wenig bekannt. Von Ärzten und Patienten wird sie unterschätzt und folglich unterbehandelt. Von allen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die arterielle Verschlusskrankheit deshalb die mit dem höchsten Sterberisiko (getABI-Studie, REACH-Register).

Beschönigend wird die arterielle Verschlusskrankheit auch „Schaufensterkrankheit“ genannt: Erkrankte Personen bleiben vor Schaufenstern stehen, um Schmerzen beim Gehen zu überspielen und dort abzuwarten, bis sie wieder abgeklungen sind.



An der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) erkranken vor allem ältere Menschen über 65 Jahre. Männer sind häufiger betroffen als Frauen (58/42 Prozent). Die bundesweite getABI-Studie zeigt, dass jeder Fünfte vom Hausarzt untersuchte Patient über 65 Jahre eine arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) hat, ohne davon zu wissen. Die arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) gilt als sogenannte Markererkrankung, die auf weitere Gefäßverengungen im Herz-Kreislaufsystem hinweist. 75 Prozent der Patienten sterben an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall.

Wenn die Betroffenen nicht behandelt werden, kann die arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) weitreichende Folgen haben: In Deutschland werden jährlich etwa 60.000 Amputationen vorgenommen, die meisten aufgrund von Durchblutungsstörungen.


Risiken und Vorbeugung der arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)


Risikofaktoren für eine arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) sind Rauchen, Diabetes mellitus, hohe Blutfettwerte, hoher Blutdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel. Diese Risikofaktoren begünstigen eine arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) und müssen behandelt werden. Eine rechtzeitige und gründliche Behandlung schützt vor den möglichen Folgen wie Amputation, Schlaganfall und Herzinfarkt. Bewegung, gesunde Ernährung und Nichtrauchen sind die besten Mittel, um einer arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) vorzubeugen.
letzte Aktualisierung: 06.05.2013
copyright by Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. DGA

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