
Die Syphiliserkrankung teilt sich in vier Hauptstadien ein. Im ersten Stadium erscheinen wenige Wochen nach Ansteckung kleine Geschwüre an der Eintrittsstelle der Bakterien (Vagina, Penis, evtl. Mund oder Enddarm). Diese Geschwüre sind schmerzlos und sondern eine klare, hochgradig ansteckende Flüssigkeit ab. Die nahe der Eintrittsstelle gelegenen Lymphknoten verhärten sich. Die Geschwüre heilen unbehandelt ab, trotzdem ist der Erreger weiterhin aktiv.
Im zweiten Stadium, ca. 8 Wochen nach Ansteckung kommt es zu Fieber, Abgeschlagenheit (ähnlich wie bei einer Grippe) und Vergrößerung sämtlicher Lymphknoten. Gefolgt von einem Ausschlag, der sich zu kleinen Knötchen verändert und erneut eine hoch ansteckende Flüssigkeit absondert.
Im dritten Stadium, einige Jahre später haben sich die Erreger im gesamten Körper ausgebreitet und zahlreiche Organe befallen. Es entstehen große Geschwüre, die beim Aufbrechen umliegendes Gewebe mit zerstören.
Das vierte Stadium findet Jahrzehnte nach einem Stillstand später statt. Durch den gesamten Befall kommt es zu schweren neurologischen Störungen.
Erst durch spezielle Laboruntersuchungen, die ab vier Wochen nach Ansteckung durchgeführt werden können, kann die Syphilis nachgewiesen werden. Bei dieser Untersuchung wird ein Abstrich der Flüssigkeit, die aus den Geschwüren tritt untersucht sowie das Blut.
medführer-Redaktion
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