Morbus Ormond
Beim Morbus Ormond liegt eine chronische Entzündung hinter dem Bauchraum / Bauchfell vor. Zu Beginn von Morbus Ormond haben die meisten Patienten einen gürtelförmigen Schmerz in der Lendenregion, nach Ausbreitung der Entzündung kann es u.a. zu Nierenvergiftung oder Beinvenenthrombosen kommen.
Was ist Morbus Ormond?
Beim Morbus Ormond handelt es sich um eine chronische Entzündung, die hinter dem Bauchraum / Bauchfell (Retroperitoneal) abläuft. Dabei wird überwiegend Narbengewebe (Fibrose) gebildet. Dr. Ormond hat 1948 diese Erkrankung als eigenständiges Krankheitsbild beschrieben. Seither wird diese Erkrankung Morbus Ormond genannt.
Morbus Ormond ist eine Autoimmunerkrankung und gehört zu einer Gruppe von Erkrankungen, die alle das selbe feingewebliche Bild aufweisen, die aber an anderen Organen des Körpers ablaufen. Eine ähnliche Erkrankung gibt es auch an den
Augen, der Schilddrüse, dem
Mediastinum (Mittelfell) und an den Gallenwegen. Die Erkrankung kann auch an mehreren Organen gleichzeitig ablaufen und wird dann multifokale idiopatische Fibrosklerose genannt.
Morbus Ormond – Ursachen
Als Auslöser für Morbus Ormond werden Infektionen (Tuberkulose,
Syphilis), Minigewebserkrankungen (Lupus erythematodes),
Strahlentherapie, Asbestexposition und Medikamente genannt.
Morbus Ormond – Vorbeugen
Die wahrscheinlich häufigste Ursache des Morbus Ormond ist die Gefäßverkalkung der Bauchschlagader. Deshalb sind
Rauchen,
Bluthochdruck und hohe Blutfette zu vermeiden. Im Fall eines vorliegenden
Diabetes mellitus oder Bluthochdrucks sind Einstellungen der Blutzucker- und Blutdruckwerte auf Normwerte zwingend notwendig.
Die Betreuung eines Morbus Ormond-Patienten sollte in einem Zentrum erfolgen, in dem der betreuende Arzt eine ausreichende Expertise in der oft lebenslangen Immunsuppression hat und bei der alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren in einer Hand vorgehalten werden.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
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