
Ob, wie und wann sich die Erkrankung zeigt, hängt von der Art der Entzündung ab. In sehr vielen Fällen spüren die Betroffenen über eine lange Zeit gar keine Beschwerden, obwohl die Schädigung der Niere bereits vonstatten geht. Später zeigen sich dann die Symptome des fortschreitenden Nierenversagens, z.B. Leistungsabfall und Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Wassereinlagerungen, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck, aber auch Übelkeit, Mundgeruch, Juckreiz und gelbliche Hautverfärbungen. Es kann zu Knochenerweichung, erhöhter Infektanfälligkeit, Blutarmut, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen kommen. Manche Patienten klagen auch über Nierenschmerzen.
Im Urin lassen sich Blut, Eiweiß und sog. Harnzylinder, im Blut veränderte Nierenwerte (Kreatinin) nachweisen. Weitere Untersuchungen sind Ultraschall der Nieren und Nierenfunktionstests. Für die Diagnose und Zuordnung der Entzündungsform ist letztlich die Entnahme von Gewebsproben aus der Niere nötig.
Um möglichst frühzeitig die Diagnose stellen und eine Therapie beginnen zu können, ist es wichtig, bei potentiellen Risikogruppen Urintests durchzuführen. So sollte 1–3 Wochen nach einer Halsentzündung mit Streptokokken eine Urinkontrolle erfolgen. Auch bei Systemerkrankungen, die zu einer sekundären G. führen können, sollte in regelmäßigen Abständen nach Blut und Eiweiß im Urin gefahndet werden.
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