
Als Glomerulonephritis wird eine Entzündung des Nierengewebes bezeichnet, die beide Nieren betrifft und zunächst an den Nierenkörperchen abläuft, dann aber auch auf das übrige Nierengewebe übergreifen kann. Sie kann kurz und heftig (akut), rasch fortschreitend (rapid progressiv) oder langsam und schleichend (chronisch) verlaufen. Meist ist das Immunsystem beteiligt. Vermutet wird, dass der ständige Kontakt der Gefäßknäuel in den Nierenkörperchen mit den Schadstoffen im Blut zu einer Entzündungsreaktion führt – warum dies bei manchen Menschen der Fall ist, bei anderen dagegen nicht, ist bisher weitgehend unklar. Allerdings gehen Wissenschaftler davon aus, dass Erbfaktoren eine Rolle spielen.
Durch die Vielzahl verschiedener Entzündungsformen ist die Krankheit sehr vielgestaltig und kann nur vom Nierenspezialisten beurteilt werden. Es ist wichtig, die Formen voneinander abzugrenzen, da sie unterschiedlich verlaufen und behandelt werden und sich auch hinsichtlich ihrer Prognose unterscheiden. Die Einteilung kann nach den Symptomen, der Ursache, dem Entstehungsmechanismus und der Art der Gewebsveränderungen vorgenommen werden, die Fachbezeichnung der einzelnen Formen richtet sich meist nach dem Verlauf und dem Ort der primären Schädigung (z.B. membranöse G., extrakapilläre G.).
Als Autor anmelden |
|
copyright by ![]() |
Hier finden Sie Ihren Urologen und Nephrologen