
"Viele wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Sie ziehen sich zurück und verschlimmern so ihre Situation." erklärt Professor Hademar Bankhofer, der Schirmherr der Initiative. Professor Bankhofer appelliert an die Öffentlichkeit, zwangloser mit dem Thema umzugehen und offen darüber zu sprechen. Betroffene sollten sich mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen, denn Unwissenheit und Verdrängung verstärken ihre Unsicherheit. Das verhindert, dass sie aktiv werden. Sie lassen dann viele Therapien und Hilfen ungenutzt, die ihnen trotz Blasenschwäche einen normalen Tagesablauf ermöglichen können.
Unsere Blase, ein dehnbarer Hohlkörper, speichert den Urin. Zum Wasserlassen müssen zwei Schließmuskeln erschlaffen: der innere am Übergang zur Harnröhre und der aus Teilen der Beckenbodenmuskulatur gebildete äußere Schließmuskel. Ist die Blasenentleerung gestört, kommt es zu Blasenschwäche oder Inkontinenz: Man gibt in unpassenden Momenten ungewollt Urin ab.
Betroffene sollten bei den ersten Anzeichen von Blasenschwäche den Arzt aufsuchen. In vielen Fällen kann mit Beckenboden- oder Blasentraining enorm viel erreicht werden. Weitere Therapieoptionen sind eine begleitende Elektrotherapie, Medikamente oder eine Operation. Die Heilungschancen liegen heute schon bei 85 bis 95 Prozent!
Des Weiteren sollten die Risikofaktoren ausgeschaltet werden, um das Leiden zu bremsen. Das bedeutet: mögliches Übergewicht vermeiden, gegebenenfalls abnehmen, sich viel bewegen und Alkohol nur in Maßen genießen.
Blasenschwäche sollte nicht einfach ertragen werden. Für jeden existieren Behandlungs- und Hilfsmöglichkeiten. Darüber klärt die Initiative Blasenschwäche auf. Als zentrale Plattform dient die Homepage www.initiative-blasenschwaeche.de, die Orientierungshilfen bietet und mögliche Ursachen beschreibt. Alle Formen der Blasenschwäche sind hier ausführlich erklärt, ebenso die verschiedenen Therapien und Hilfsmittel. Darüber hinaus bietet die Seite zahlreiche Tipps für den Umgang mit der Krankheit im Alltag.
Es gibt außerdem ein Informationsbüro, an das sich Betroffene und Interessierte von Montag bis Freitag, jeweils von 9.00 bis 18.00 Uhr wenden können. Per Telefon, Post oder Email können dort Informationsmaterial zum Thema angefordert und Fragen gestellt werden.
Zwar ersetzt die Initiative nicht die ärztliche Diagnose. Gut informiert, fällt es jedoch leichter, diesen ersten Schritt zu unternehmen. Reden Sie mit Ihrem Arzt und holen Sie sich kompetente Hilfe. Auch die Selbsthilfevereinigungen sind ein wichtiger Ansprechpartner.
Aufklären und Mut machen, das sind die erklärten Ziele der Initiative Blasenschwäche. Die Betroffenen finden hier Unterstützung, um ihren Leidensdruck, die große seelische Belastung abzubauen.
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