Unter einer Vasektomie, auch Vasoresektion, versteht man einen operativen Eingriff zur Sterilisation des Mannes. Die Vasektomie wird zur Empfängnisverhütung eingesetzt. Dabei wird der Samenleiter (Ductus deferens) im Hodensack des Mannes durchtrennt. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 50 000 Vasektomien durchgeführt. Die Sicherheit dieses Eingriffs zur Empfängnisverhütung ist sehr groß und liegt etwa im Bereich der weiblichen Sterilisation.
Welches Ergebnis liegt nach der Vasektomie (Sterilisation des Mannes) vor?
Die Hormonproduktion in den Hoden bleibt erhalten und auch die Erektionsfähigkeit des Penis wird nicht beeinflusst. Das Ejakulat eines sterilisierten Mannes enthält keine Spermien mehr. Da das Ejakulat überwiegend aus Prostatasekret besteht, ist das Ejakulat bezüglich Volumen, Aussehen und Geruch weitestgehend unverändert. Da die weiterhin in den Hoden produzierten Spermien nach der Durchtrennung der Samenleiter nicht mehr abgeführt werden, werden sie vom Körper abgebaut.
Wie ist der Ablauf einer Vasektomie (Sterilisation des Mannes)?
Die Operation wird meist
ambulant unter örtlicher Betäubung oder in einer Kurznarkose durchgeführt. Der Arzt legt mit zwei kleinen Schnitten am Hodensack die Samenleiter frei, entfernt jeweils ein ca. 1 bis 2 cm langes Stück des Samenleiters, verödet die Schnittstellen und unterbindet die Enden des durchtrennten Samenleiters. Um die Wahrscheinlichkeit eines spontanen Zusammenwachsens zu reduzieren, ist es wichtig, die Enden des Samenleiters in unterschiedlichen Gewebeschichten zu vernähen (Faszieninterposition).
Führt die Vasektomie immer zu einem kompletten Verschluss?
In seltenen Fällen (< 0,1 %) kann es, auch bei technisch einwandfreier Durchführung des Eingriffes, durch eine spontane Rekanalisation zur unerwünschten neuerlichen Durchgängigkeit der Samenleiter kommen. Aus diesem Grund müssen nach der Vasektomie mehrere Ejakulatproben abgegeben werden, um den kompletten Verschluss nachzuweisen.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012