Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL)
Die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) ist ein sicheres, minimal-invasives und effektives Verfahren zur Behandlung von Nierensteinen bis maximal 2 cm und Harnleitersteinen bis maximal 1 cm Durchmesser. Auf Wunsch können auch größere Konkremente nach Sicherung des Harnabflusses (Harnleiterschiene = DJ) mittels ESWL therapiert werden. Dieses Therapieverfahren ist für die meisten Konkrementlokalisationen geeignet.
Hintergrund zur extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL)
 |
| Der erste extrakorporale Stoßwellenlithotriptor (HM-3, Fa. Dornier) |
|
|
Die Technik der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL) wurde seit der ersten Vorstellung vor 30 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Sie hat, wie kaum ein anderes Verfahren, die Behandlung von Harnsteinen revolutioniert. Musste früher jeder symptomatische Nieren- oder Harnleiterstein offen-operativ oder endoskopisch in Narkose angegangen werden, so kann mittlerweile fast jeder Harnstein primär mit dieser nicht-invasiven berührungsfreien Technik behandelt werden. Dies ist allerdings abhängig von der Größe des Konkrements.
Musste der Patient beim ersten Lithotriptor (HM-3, Fa. Dornier) noch komplett in ein Wasserbad eingebracht werden, so findet mittlerweile die Energieübertragung der Schockwellen lediglich noch über einen mit Flüssigkeit gefüllten Koppelbalg statt, welcher auf dem Stoßwellengenerator platziert ist und an den Patienten angekoppelt wird. Diese Ankoppelung erfolgt je nach Steinlage von
dorsal (bei Nieren- bzw. proximalen Harnleitersteinen) oder auch von ventral, zum Beispiel bei distalen bzw. prävesikalen Harnleitersteinen. Auch Blasensteine können so zertrümmert werden.
 |
| Lithotriptor der 3. Generation |
|
|
letzte Aktualisierung: 28.05.2012
Artikelinformationen zu Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL)