Allgemein bedeutet eine Thrombose eine Verstopfung der Blutgefäße durch ein Blutgerinnsel (Blutpropf, Thrombus), wodurch der Blutabfluss gestört ist. In den meisten Fällen sind die Venen (v.a. die tiefen Bein- und Beckenvenen) oder die Herzhöhlen von einer Thrombose betroffen, aber auch in den Arterien können Thrombosen vorkommen (arterielle Thrombose). Insgesamt erleiden in den westlichen Ländern etwa zwei von 1 000 Personen pro Jahr eine Thrombose.
Besonderes Thrombose-Risiko besteht in folgenden Fällen:
- Länger andauernde Bettlägerigkeit (z.B. nach einer Operation)
- Bewegungsmangel, z.B. langes Sitzen mit angewinkelten Kniegelenken bei Fernflügen oder im Auto
- Flüssigkeitsmangel
- Angeborene Gerinnungsstörungen / angeborene gesteigerte Blutgerinnbarkeit
- Erhöhte Blutgerinnungsneigung nach Operationen oder Entbindungen
- Arteriosklerose und Krampfadern
- Die Einnahme der Anti-Baby-Pille
- Schwangerschaften
- Rauchen
- Übergewicht
Diese Themen könnten Sie auch interessieren:
Gemäß der auch heute noch uneingeschränkt gültigen Virchow-Trias ist das
Zusammenspiel folgender Faktoren verantwortlich für die Entstehung einer Thrombose:
- Veränderungen der Gefäßwand (z. B. durch Entzündungen und Operationen, Gefäßverkalkung (Arteriosklerose))
- Veränderungen der Blutströmung (z.B. durch lange Bettlägerigkeit, langes Sitzen mit angewinkelten Kniegelenken)
- Veränderungen der Blutzusammensetzung bzw. Erhöhung der Blutgerinnbarkeit (z.B. bei Flüssigkeitsmangel, Tumoren, Schwangerschaft, Einnahme der Anti-Baby-Pille)
letzte Aktualisierung: 06.05.2013
Artikelinformationen zu Thrombose