Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Der systemische Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung. In manchen Fällen beschränkt sich der SLE auf den Befall der Haut, häufiger jedoch befällt er auch innere Organe. Wahrscheinlich löst ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren den systemischen Lupus erythematodes aus.
Was ist der systemische Lupus erythematodes (SLE)?
Der systemische Lupus erythematodes (SLE) gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Dies sind Krankheiten, bei denen sich der Abwehrapparat des Körpers (Lymphozyten, Antikörper) gegen den eigenen Organismus richtet. Diese gegen sich selbst gerichteten Antikörper (Auto-Antikörper) reagieren vornehmlich mit den Kernen der Organzellen. Man bezeichnet sie daher auch als antinukleäre Antikörper (ANA). Die Autoantikörper gelangen mit dem Blut in alle Bereiche des Körpers und können so praktisch in allen Organen zu Entzündungen und Schäden führen. In manchen Fällen beschränkt sich der SLE auf den Befall der Haut, häufiger jedoch befällt er auch innere Organe (systemischer oder viszeraler LE).
Was sind die Ursachen des systemischen Lupus erythematodes (SLE)?
Der SLE kann zwar in jedem Alter auftreten, aber merkwürdigerweise handelt es sich beim überwiegenden Teil der Patienten um Frauen – junge Frauen zwischen 16 und 40. Also in dem Alter, in dem die Frau am stärksten die weiblichen Geschlechtshormone produziert. Offensichtlich erleichtern diese Hormone das Entstehen eines SLE – aber sie sind nicht seine Ursache! Letztlich wissen wir nicht, was zum SLE führt, aber wahrscheinlich ist es das Zusammentreffen verschiedener auslösender Momente, die die Krankheit in Gang bringen. Als Wegbereiter gelten die genetische Veranlagung – ohne dass der SLE deswegen vererbt wird und die weiblichen Hormone. Als Auslöser gelten körperliche und psychische Belastungen, Infektionskrankheiten, Sonnenlicht, Schwangerschaft und Medikamente.
Priv. Doz. Dr. med. Hans Krippner
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