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Sonnenbrand (Dermatitis solaris) - Hintergrund / Einleitung

Sonnenbrand


Jeder kennt ihn, jeder weiß, wie er aussieht und jeder hatte ihn schon einmal: den Sonnenbrand. Gerade im heißen Sommer ist es fast unglaublich, welch breites Spektrum an Rotschattierungen der Haut es in unserer Umgebung zu sehen gibt. Dabei sollte doch jeder wissen, wie sehr die Sonne und der Sonnenbrand unserer Haut doch schaden und im schlimmsten Fall auch Hautkrebs auslösen können. Das Verhindern eines Sonnenbrandes ist doch so einfach, dass es bereits jedes Kind weiß: wer in die Sonne geht, der sollte sich gut eincremen!

Was ist ein Sonnenbrand?


Ein Sonnenbrand ist nicht so harmlos wie viele Menschen denken. Die Rötung der Haut geschieht nicht von ungefähr. Durch zu lange oder zu intensive Einwirkung natürlicher oder auch künstlicher UV-Strahlung (z.B. im Solarium) entzündet sich die Haut und wird rot. Gerade am Meer oder im Gebirge ist die UV-Strahlung besonders gefährlich, da sie hier von Wasser oder auch Schnee stark reflektiert wird. Ein Sonnenbrand entsteht also zwangsläufig nicht immer nur im Sommer, sondern unabhängig von der Jahreszeit immer dann, wenn wir uns an Orten mit hoher UV-Einstrahlung befinden.

Jeder Mensch reagiert anders auf die Sonneneinstrahlung. Je nach Hauttyp ist die Zeit, die man sich ohne Gefahr eines Sonnenbrandes in der Sonne aufhalten kann, stark verschieden. Grob eingeteilt gibt es international 6 verschiedene Pigmentierungstypen der Haut, von denen die ersten 4 am häufigsten in Deutschland vorkommen:
  • Typ I: Keltisch. Menschen mit Hauttyp I haben sehr helle Haut mit Sommersprossen und hellblonde oder rote Haare. Diese Menschen werden praktisch nie braun, sondern reagieren bereits nach 5 bis 10 Minuten mit Sonnenbrand.
  • Typ II: Nordisch. Menschen mit nordischem Hauttyp haben helle Haut und in manchen Fällen auch Sommersprossen. Ihre Haare sind blond bis hellbraun, die Augen blau, grau oder auch grün. Nach etwa 10 bis 20 Minuten in der Sonne bekommen Menschen dieses Hauttyps einen Sonnenbrand.
  • Typ III: Europäisch. Menschen mit Hauttyp III haben helle bis hellbraune Haut und sind meistens dunkelblond bis dunkelbraun. Sie können sich bis zu 30 Minuten in der Sonne aufhalten, ohne einen Sonnenbrand zu erleiden
  • Typ IV: Mediterran hell. Menschen vom mediterran hellen Hauttypen haben eine hell- bis olivbraune Hautfarbe und bekommen nur selten einen Sonnenbrand. Sie können bis zu 40 Minuten in der prallen Sonne bleiben, bevor sie einen Sonnenbrand bekommen.
Kinder sind, egal nach Hauttyp, besonders  empfindlich gegenüber UV-Strahlen. Kleinkinder unter einem Jahr sollten deshalb direkter Sonne erst gar nicht ausgesetzt werden, sondern sich nur im Schatten aufhalten. Laut einer Studie der Strahlenschutzkommission des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit kann bereits eine geringe Einwirkung von Sonnenstrahlung auf das Kind langfristig Hautkrebs hervorrufen. Dabei muss es erst gar nicht zu einem Sonnenbrand kommen, denn auch bereits eine UV-Strahlung unterhalb der Hautrötungsgrenze ist für Kinder gefährlich.


Ursachen für einen Sonnenbrand


Ursächlich für einen Sonnenbrand ist immer eins: die UV-Strahlung. Diese kann entweder natürlich durch die Sonne vorkommen oder auch künstlich erzeugt werden, wie dies z.B. im Solarium der Fall ist. Die UV-Strahlen dringen in die Haut ein und schädigen dort das Zellgewebe. Dies führt zu einer Entzündungsreaktion genau an den Stellen des Körpers, die ungehindert der Sonne ausgesetzt waren. Die Haut färbt sich in der Folge rot, es kommt zu einer erhöhten Durchblutung des Gewebes (was zu einer Erwärmung der Haut führt) und schließlich zum Austritt von Flüssigkeit in das Hautgewebe: es bilden sich Blasen.

Hervorgerufen wird der oberflächliche Sonnenbrand vor allem durch die UV-B-Strahlung, da sie kurzwelliger als UV-A-Strahlung ist und somit energiereicher. UV-A-Strahlen dringen dagegen in die tieferen Hautschichten ein und schädigen dort nicht nur das Kollagen der Dermis (und führt damit zur Abnahme der Hautelastizität und vorzeitiger Hautalterung), sondern verursachen auch DNA-Schäden und Mutationen, die in der Folge zu Hautkrebs führen können.

Moderne Solarien verzichten mittlerweile auf die energiereiche UV-B-Strahlung, um einen Sonnenbrand auf der Haut zu vermeiden. UV-A-Strahlen sind aber weiterhin Bestandteil des UV-Lichts einer Sonnenbank, wodurch die Haut weiterhin dauerhaft geschädigt werden kann.

Artikelinformationen zu Sonnenbrand (Dermatitis solaris)
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medführer

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