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Schultersteife (Frozen Shoulder) - Hintergrund / Einleitung

Schultersteife - Frozen Shoulder

Schmerzzustände und Funktionsstörungen haben unterschiedliche Ursachen. In 90% der Fälle sind es Folgen einer Pathomechanik und regressiver Prozesse an den Strukturen zwischen Humeruskopf und Akromion, die durch ihre exponierte Situation besonderen Stresswirkungen ausgesetzt sind.

Schwere Knorpel- und Knochenveränderungen, wie wir sie z.B. vom Knie oder von der Hüfte her kennen, spielen eher eine untergeordnete Rolle, primäre Entzündungen sind ebenfalls selten. Mit den meisten degenerativen Prozessen sind aber reaktive Irritationsvorgänge verbunden. DUPLAY schlug 1872 die Bezeichnung Periarthritis humeroscapularis für alle regressiven und reaktiven Affektionen vor, die sich in der Umgebung des eigentlichen Schultergelenkes abspielen. Sie wurde inzwischen zum Synonym der „schmerzhaften Schultersteife“. Hinter diesem Sammelbegriff verbirgt sich aber eine Vielfalt unterschiedlicher Prozesse, die sich bei subtiler Untersuchung gegeneinander abgrenzen lassen.

Man unterscheidet zwei Formen der Schultersteife (Frozen Shoulder):

  • die primäre Form 
  • die sekundäre Form.

Die primäre Schultersteife beginnt mit einer unspezifischen Entzündung der Gelenkschleimhaut, die unter anderem durch hormonelle Störungen, Blutzucker- oder Fettstoffwechselstörungen ausgelöst sein kann. Sie tritt bevorzugt bei Frauen im 4. bis 6. Lebensjahrzehnt auf. Zunächst stehen Schulterschmerzen im Vordergrund, die zur zunehmenden Schonung des betroffenen Armes führen. In Kombination mit der Entzündung kommt es zu einer hochgradigen Kapselschrumpfung, welche die Beweglichkeit des Schultergelenkes weiter einschränkt. Die Erkrankung verläuft phasenhaft und kann sich spontan zurückbilden.

Die sekundäre Schultersteife kann als Folge einer längeren Gelenkruhigstellung, einer Operation, einer Entzündung oder einer Verletzung auftreten. Sie führt ebenfalls zur Reduktion der Gelenkbeweglichkeit durch Schrumpfung der Gelenkkapsel.


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