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Ross-Operation - Hintergrund

Ross-Operation


Die Ross-Operation ist eine Alternative zum Aortenklappenersatz mit Kunst- und Bioprothese bei speziellen Indikationen. Je nach Alter, Wachstum und Kinderwunsch ist eine Indikationsstellung mit der Patientin / dem Patienten abzuwägen. Trotz sehr guter Langzeitergebnisse bei Kindern und Patienten des mittleren Lebensalters ist die Ross-Operation mit verlängerten Operationszeiten verbunden und nur durch den in dieser Prozedur geübten Operateur durchzuführen. Der Einsatz der Ross-Operation ist zusätzlich durch mangelnde Organspende-Kapazitäten begrenzt.

Hintergrund der Ross-Operation


Im Säuglings- oder Kleinkindalter ist ein Aortenklappenersatz oftmals nicht notwendig oder wird wegen der schlechten Langzeitprognose durch Rekonstruktionsmaßnahmen oder Ballondilatation im Herzkatheter behandelt. Zur Rekonstruktion steht operativ eine Kommissurotomie mit hoher Rezidivrate zur Verfügung, alternative Rekonstruktionsmaßnahmen sind nur in Ausnahmefällen möglich.



Ist ein Klappenersatz nicht zu umgehen, ist ein Ersatz mit Kunst- und Bioprothese nur sinnvoll, wenn der Patient groß genug ist, bei Säuglingen und Kleinkindern ist dieses keine viel versprechende Alternative. Auch bei Kontraindikationen für eine gerinnungshemmende medikamentöse Therapie (Antikoagulation) von Erwachsenen werden alternative Operationsverfahren gesucht.

Die von Donald Ross 1967 erstmalig durchgeführte Operation („Ross-Operation“) wird zum Aortenklappenersatz bei Aortenklappenstenosen, -insuffizienzen oder -endokarditis genutzt. Die kranke Aortenklappe wird hierbei durch einen Autograft ersetzt, die Pulmonalklappe des Patienten selbst, die in der Position der Aortenklappe eine gute Haltbarkeit und die Möglichkeit des Mitwachsens hat. Die Pulmonalklappe wird anschließend durch einen Homograft von Organspendern ersetzt. Eine gerinnungshemmende Therapie mittels Cumarin oder ASS ist nicht notwendig. Daher lässt sich dieses Operationsverfahren besonders gut bei Kindern und jungen Frauen mit Kinderwunsch anwenden.



Untersuchungen vor der Ross-Operation


Die Diagnose der Aortenklappenerkrankung erfolgt durch die Echokardiographie mittels Ultraschall und bei der Fragestellung eines Ersatzes bei Erwachsenen zusätzlich mit einem Linksherzkatheter, wobei neben einer Kontrastmitteldarstellung der Herzkrankarterien zum Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung auch eine exakte Druckmessung zwischen der linken Herzkammer und der Aorta zur Quantifizierung der Stenose durchgeführt wird.
letzte Aktualisierung: 18.05.2013

Artikelinformationen zu Ross-Operation
Autor
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Dr. med. Axel Kröner

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Autor

Prof. Dr. med. Gerardus Bennink

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