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Reizblase (Überaktive Blase) - Hintergrund / Einleitung

Reizblase (Überaktive Blase)


Bei der Reizblase – auch überaktive bzw. hyperaktive Blase genannt – handelt es sich um eine funktionelle Störung der Blasenfunktion, die sich durch einen plötzlich auftretenden, dringenden Harndrang trotz nur wenig gefüllter Blase auszeichnet. Vor allem Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr sind häufig von einer Reizblase betroffen. Zur Behandlung einer Reizblase bieten sich unter anderem Medikamente, ein Blasen- bzw. Kontinenztraining sowie Beckenbodengymnastik an.

Definition: Was ist eine Reizbase?


Als Reizblase oder überaktive bzw. hyperaktive Blase wird eine Form der Inkontinenz bezeichnet, bei der es trotz wenig gefüllter Blase zu einem sehr plötzlich auftretenden, dringenden Harndrang kommt. Die Folge sind überdurchschnittlich häufige Blasenentleerungen in kleinen Mengen – auch Pollakisurie genannt – sowie mitunter unfreiwillige Harnabgänge. Bei einer Reizblase erhält das Hirn fälschlicherweise den Befehl zur Blasenentleerung, obwohl die Blase noch nicht gefüllt ist. Die Blasenwandmuskulatur zieht sich dabei zusammen und verursacht den für eine Reizblase typischen plötzlichen Harndrang.

Häufigkeit der Reizblase


Die Reizblase ist ein häufig auftretendes Krankheitsbild, das in allen Altersgruppen und bei beiden Geschlechtern vorkommen kann. So leiden in Deutschland Millionen Erwachsene an einer Reizblase. Allerdings sind Frauen – insbesondere im Alter zwischen 30 und 50 – weit häufiger von einer Reizblase betroffen als Männer.

Ursachen für eine Reizbase


Die genauen Ursachen für eine Reizblase sind bislang unbekannt. Es wird jedoch vermutet, dass bei Frauen hormonelle Veränderungen und Hormonungleichgewichte in der Schwangerschaft oder in der Menopause für eine Reizblase verantwortlich sein können. Weitere mögliche Ursachen für eine Reizblase sind Kälte- und Nässereize sowie psychische und seelische Belastungen wie Stress, Nervosität und Angst. Darüber hinaus kann eine Reizblase auch als Nebenwirkung harntreibender Mittel oder anderer Medikamente auftreten.

Zu den Krankheitsbildern, bei denen als Begleitsymptom eine Reizblase auftreten kann, gehören Blasenentzündungen, Veränderungen der Blasenschleimhaut, Verengungen der Harnröhre und des Blasenausgangs, etwa durch Fremdkörper oder Tumore in der Blase oder der Prostata, sowie neurologische Erkrankungen und Störungen wie beispielsweise Multiple Sklerose. Daneben kommen auch chronische Infekte, Harnsteine, eine Instabilität, Überaktivität oder Fehlsteuerung des Blasenmuskels sowie Koordinationsstörungen der Beckenboden- und Blasenmuskulatur als Ursachen für eine Reizblase in Frage.

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