MRIR_Radiologie
medführer Arzt- und Kliniksuche


medführer Startseite » Radiologie » Diagnose/Vorsorge » Mammographie-Screening

Mammographie-Screening

Häufige Fragen zum Mammographie-Screening


Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen. Bei mehr als 55.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland ist die Zahl der Brustkrebsfälle in den letzten 25 Jahren um mehr als 20 % gestiegen. Kein anderes Krebsleiden hat sich in den letzten Jahren so dramatisch verbreitet. Je früher Brustkrebs diagnostiziert wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Seit Ende 2005 wird ein Bundestagsbeschluss umgesetzt, der die Einführung eines bundesweiten qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren vorsieht. Das heißt, dass aufgrund amtlicher Meldedaten alle Frauen dieser Altersgruppe alle zwei Jahre zu einer für sie kostenlosen Mammographie eingeladen werden. Hier beantworten wir Ihnen einige häufig gestellte Fragen zum Mammographie-Screening.


Was bedeutet Mammographie-Screening?

Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust. Screening bedeutet Reihenuntersuchung. Das Mammographie-Screening Programm beinhaltet den Anspruch für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren bundesweit auf eine kostenlose Brustkrebsuntersuchung alle zwei Jahre.

Warum wird das Mammographie-Screening Programm in Deutschland eingeführt?

In anderen europäischen Ländern wie z.B. Großbritannien, Niederlande, Schweden, gibt es schon seit vielen Jahren Mammographie-Screening Programme. Studien zeigen, dass es tatsächlich gelungen ist, in der Gruppe der teilnahmeberechtigten Frauen die Brustkrebssterblichkeit bis zu 35% zu senken. Die Mammographie ermöglicht, Brustkrebs so früh zu entdecken, dass die Krankheit vollständig heilbar ist. Die Tumoren sind in diesen Frühstadien noch so klein, dass sie nicht tastbar sind und keine anderen Beschwerden hervorrufen.

Ist Brustkrebs wirklich heilbar?

Bei einer Tumorgröße unter einem Zentimeter, kann der Krebs in rund 95 Prozent der Fälle geheilt werden. Ist der Tumor mehr als zwei Zentimeter groß, sinkt die Heilungschance auf 70 Prozent. Beim Screening werden 70 bis 80 Prozent der Tumoren im heilbaren Stadium entdeckt. Diese Zahlen sprechen sehr für die Teilnahme an Früherkennungsprogrammen wie dem Mammographie-Screening.

Wie gefährlich ist die Strahlenbelastung bei der Mammographie?

Der Nutzen der Brustkrebsfrüherkennung ist beispielsweise für 60-jährige Frauen 2000 mal so hoch wie das Risiko, dass durch die Röntgenstrahlen Krebs verursacht wird. Durch die modernen, arbeitstäglich von einem Referenzzentrum überprüften Geräte, die im Screening zum Einsatz kommen, wird das Strahlungsrisiko überschaubar gehalten. Man sagt: die Strahlung einer Mammographie entspricht in etwa der Strahlung, der man sich aussetzt, wenn man im Flugzeug den Atlantik überquert.

Wie hoch ist der tatsächliche Nutzen dieser Reihenuntersuchungen für die einzelne Frau?

Von tausend Frauen, die nicht zum Screening gehen, sterben acht an Brustkrebs. Mit Screening sind es sechs. Auf den ersten Blick klingt das wenig. Doch hochgerechnet auf die weibliche Gesamtbevölkerung könnten durch das Screening in Deutschland viele tausend Frauen pro Jahr gerettet werden.

Kann eine Frau in jeder radiologischen Praxis am Mammographie-Screening teilnehmen?

Nein. Am Screening dürfen nur sogenannte zertifizierte Mammographie-Einheiten teilnehmen. Dies ist im Sinne der Frauen, dass das Programm nach den EU-Leitlinien höchsten Qualitätsanforderungen entspricht. Dazu gehören z. B. die spezielle Schulung der Röntgenassistentinnen und Ärzte sowie Qualitätskontrolle durch
letzte Aktualisierung: 05.02.2012

Verwendete Quellen:
radiologie_de

Als Autor anmelden

Erfahrungen zum Thema

Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen / Kommentare zum Thema Mammographie-Screening mit

Jetzt Kommentar schreiben


Ärzte fragen

Sie suchen einen Spezialisten?
medführer hilft Ihnen weiter.
Senden Sie Ihre Anfrage an unsere Ärzte in Kliniken und Praxen.

zum Amfrageformular

Anzeigen Service