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Diagnose und Vorsorge - Krankheitsbild - Untersuchungen der Prostata

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Kernspintomografie/MRT der Prostata
Magnetresonanzspektroskopie/MRS der Prostata
Ultraschall der Prostata
Kernspintomografie/MRT der Prostata


Mittels Magnetresonanztomografie (MRT) können mit Hilfe einer in den Enddarm eingeführten Untersuchungsspule (Endorektalspule) hoch aufgelöste Schichtbilder der Prostata aufgenommen werden, die in ihrer Aussagekraft herkömmlichen Röntgen- oder Ultraschallbildern überlegen sind. Derzeit kommt die Magnetresonanztomografie allerdings fast ausschließlich zur Charakterisierung und Behandlungsplanung von bereits durch die Stanzbiopsie nachgewiesenen Prostatakarzinomen zum Einsatz.Obwohl die Magnetresonanztomografie in Studien auch ermutigende Ergebnisse bei der Detektion kleiner Prostatakarzinome gezeigt hat, lässt sich ein klarer Vorteil dieser Technik gegenüber den anderen Verfahren zur Früherkennung von Prostatakrebs bisher nicht belegen. Dazu dem bei der Magnetresonanztomografie weitaus höhere Kostenentstehen, wird ihre Anwendung in der routinemäßigen Früherkennung nicht empfohlen und sie ist daher auch kein Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen. Außerdem sind derzeit nur wenige Zentren in Deutschland auf die Untersuchung der Prostata mit Magnetresonanztomografie spezialisiert.


Magnetresonanzspektroskopie/MRS der Prostata


Mit der Magnetresonanzspektroskopie (MRS) ist es in Ergänzung zur Magnetresonanztomografie (MRT) möglich, bestimmte in der Prostata vorkommende Stoffwechselprodukte sichtbar zu machen. Mit deren typischen Verteilungsmustern lassen sich gesunde Bereiche der Prostata und vom Tumor befallene Gewebeareale unterscheiden. Grundlage dafür ist, dass einzelne Stoffe vermehrt von gesunden Zellen, andere vor allem von Tumorzellen gebildet bzw. angereichert werden. So liegt etwa Zitrat in gesunden Epithelzellen der Prostata in höheren Konzentrationen vor als im Tumorgewebe. Umgekehrt tritt Cholin besonders im wachsenden Tumor auf. Aus den jeweils mehr oder weniger starken Signalen dieser Stoffe in den spektroskopischen Bildern lassen sich deren relative Konzentrationen berechnen, die Rückschlüsse auf das Vorliegen einer Tumorerkrankung erlauben.

In Kombination mit den durch die Magnetresonanztomografie erhaltenen anatomischen Daten ist es möglich, exakte Aussagen über die Ausdehnung eines Prostatakarzinomszu treffen. Die kombinierte MRT-/MRS-Technik ist somit besonders gut zur Charakterisierung und Therapieplanung von Prostatatumoren geeignet, die bereits mit anderen Methoden diagnostiziert wurden. Bisher gibt es allerdings weltweit nur wenige medizinische Einrichtungen, die über Erfahrung in der Anwendung der Magnetresonanzspektroskopie bei Prostatakrebs verfügen. Deshalb lassen sich die Vorteile dieses Verfahrens statistisch nicht ausreichend belegen. Aus diesem Grund kann die Magnetresonanzspektroskopie derzeit auch nur in Ausnahmefällen mit den gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Wie die alleinige Magnetresonanztomografie spielt auch deren Kombination mit der Magnetresonanzspektroskopie als Verfahren zur Früherkennung von Prostatakrebs bislang nur eine untergeordnete Rolle und ist als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) vom Patienten aus eigener Tasche zu bezahlen.


Ultraschall der Prostata


Die transrektale Ultraschalluntersuchung (TRUS) der Prostata, bei der ein Ultraschallkopf  in den Enddarm eingeführt wird, ist als Früherkennungsuntersuchung allein nicht aussagekräftig. Nur wenn die Ergebnisse der Tastuntersuchung oder des PSA-Tests verdächtig waren, kann die Sonografie der Prostata eventuell zusätzliche Hinweise liefern. Hauptsächlich kommt die Ultraschalluntersuchung jedoch zur Behandlungsplanung bei bereits diagnostiziertem Tumor zum Einsatz, wenn es zu klären gilt, ob sich der Proststakrebs bereits auf benachbarte Gewebe ausgedehnt hat.



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