Wie funktioniert der Rechtsherzkatheter?
Ähnlich zur Linksherzkatheteruntersuchung wird zunächst die Leistengegend örtlich betäubt und desinfiziert. Alternativ kann auch über die Vene im Bereich der Ellenbeuge oder die Halsvene vorgegangen werden.
Es erfolgt die Punktion der Leistenvene (bei der Linksherzkatheteruntersuchung dagegen Leistenarterie!). Über die Leistenvene wird mit dem Blutstrom ein spezieller Katheter unter Röntgenkontrolle zur rechten Vorkammer geführt. Der Katheter wird dann in die rechte Herzkammer und weiter in die Lungenschlagader geführt. Es erfolgen die ersten Druckmessungen, bei der Sie nach tiefem Einatmen und Ausatmen entspannt, d.h. ohne zu pressen, die Luft anhalten sollten. Es werden Blutproben genommen, die auf ihren Sauerstoffgehalt untersucht werden. Während der Katheter langsam zurückgezogen wird, erfolgen weitere Druckmessungen. Schließlich wird der Katheter wieder aus dem Körper entfernt.
Die Rechtsherzkatheteruntersuchung kann auch als Belastungsuntersuchung durchgeführt werden. Hierzu wird der Katheter in der Regel über die Ellenbeuge in die Lungenarterie geführt. Der Patient muss dann ähnlich wie beim Belastungs-EKG auf einem Fahrradergometer treten. Während steigen- der Belastungsstufen werden die Drücke in der Lungenarterie und die Herzauswurfsleistung gemessen. Diese Untersuchung gibt dem Arzt Aufschlüsse über eine eventuell eingeschränkte Leistungsfähigkeit der linken Herzkammer und kann indirekter Hinweis auf Verengungen der Herzkranzarterien sein.
Zur Blutstillung muss die Leistenvene nach der Untersuchung durch den Arzt abgedrückt werden. Da in den Venen im Verhältnis zu den Arterien nur ein geringer Druck herrscht, ist in der Regel schon nach kurzem Abdrücken eine Blutstillung erreicht. Es wird dann ein leichter Druckverband angelegt, der für 4 – 6 Stunden verbleibt. Danach ist in der Regel ein Aufstehen möglich.
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