Krankheitszeichen bei Verengungen oder Verschlüssen im Bereich der hirnzuführenden Halsarterien sind:
Die Krankheitszeichen von Verschlussprozessen im Bereich der hirnzuführenden Halsarterien werden unabhängig vom betroffenen Gefäßbezirk in Stadien eingeteilt:
Stadium I
Eine Carotisstenose kann asymptomatisch bleiben, die Gefäßverengung oder der Verschluss werden nur zufällig, z.B. bei einer Ultraschalluntersuchung des Halses erkannt.
Stadium II
Eine symptomatische Carotisstenose äußert sich in vorübergehenden Ausfallserscheinungen, die bei der Dauer von weniger als 24 Stunden als TIA (transitorische-ischämische Attacke) oder bei verlangsamter Rückbildung bei einer Dauer von bis zu mehreren Tagen als PRIND (prolongiertes ischämisches neurologisches Defizit oder „littleStroke“) bezeichnet wird.
Stadium III
Beinhaltet den manifesten Schlaganfall mit zu- oder abnehmender neurologischer Symptomatik, die innerhalb von 6 – 48 Stunden fortschreitet.
Stadium IV
Bezeichnet den abgelaufenen Schlaganfall mit bleibender Symptomatik unterschiedlicher Ausprägung.
Wann wird eine Carotisstenose oder ein Verschluss behandelt?
Wie wird die Carotisstenose behandelt?
Aufdehnung der Arterie mittels Ballon (PTA) oder Operation.
Aufdehnung der Arterie mittels Ballon (PTA)
Die Aufdehnung von Stenosen (perkutane transluminale Angioplastie) ist eine neuere Methode, die zur Beseitigung von Gefäßverengungen eingesetzt wird.
Durchführung
Zunächstwird die Bein-Arterie (Arteria femoralis) punktiert und über eine Kanüle ein dünner, so genannter Führungsdraht durch die Verengung oder den Verschluss der Arterie vorgeführt. Über diesen Draht wird dann der Katheter, an dessen Spitze sich ein Ballon befindet, unter Röntgendurchleuchtung vorgeschoben. Nachdem der Ballon im Bereich der Verengung oder des Verschlusses platziert wurde, wird er mittels Kochsalzlösung aufgedehnt. Hierbei können Schmerzen auftreten, der Dehnvorgang dauert ca.1 Minute. Nach Entleeren des Ballons lassen die Schmerzen sofort nach. In direktem Anschluss an das Aufdehnungsmänover wird das Ergebnis durch die Gabe von einem Kontrastmittel in das Gefäß im Röntgen kontrolliert. In speziellen Fällen kann es notwendig sein, dass Verkalkungen im Gefäß durch einen Katheter, der mit einem rotierenden kleinen Messer ausgestattet ist (Atherektomiekatheter), vor der Ballondilatation abgetragen werden müssen.
Im Anschluss an den Eingriff wird ein Kompressionsverband angelegt, damit es aus der Punktionsstelle nicht blutet. Eine Bettruhe von ca. 24 Stunden sollte eingehalten werden. In der letzen Zeit versucht man, neben der Erweiterung von Arterienverengungen mittels Ballon, sogenannte Stents (Gittergerüste) in das Gefäß einzubringen. Sie sollen ein Wiederauftreten der Gefäßeinengung an dieser Stelle verhindern.
Als Autor anmelden
|
zum Anfrageformular