Unter einem angeborenen Herzfehler versteht man eine strukturelle
Fehlbildung im
Herz-Kreislaufsystem, die in der Regel bereits vor der
Geburt besteht. Meist fällt sie nach der Geburt im Rahmen der
Vorsorgeuntersuchungen auf und wird dann, falls notwendig, direkt
behandelt. Gelegentlich wird der Herzfehler jedoch erst im
Erwachsenenalter, aufgrund von Komplikationen wie z.B.
Herzrhythmusstörungen, Zyanose („Blausucht“), Belastungseinschränkung
oder
Schlaganfall, entdeckt. Damit kommen, so paradox es klingt,
unbehandelte angeborene Herzfehler auch bei Erwachsenen vor. Die
Behandlung eines angeborenen Herzfehlers war bis vor etwa 50 Jahren
lediglich durch eine Operation möglich. Seit Einführung der
Ballonatrioseptostomie 1966 durch W. Rashkind, bei der ein Loch in der
Vorhofscheidewand zur Behandlung bestimmter „blauer Herzfehler“ mit
einem Ballonkatheter vergrößert wird, hat die „interventionelle
Therapie“ mittels Kathetertechnik auch hier Einzug gehalten. In den
letzten 20 Jahren haben sich verschiedene Verfahren einen festen Platz
in der
Therapie angeborener Herzfehler erobert. Der Beitrag gibt einen
Überblick über den aktuellen Stand.
letzte Aktualisierung: 10.02.2012
Artikelinformationen zu Interventionelle Behandlung angeborener Herzfehler mittels Herzkathetertechnik