Wie sollten Schlafstörungen behandelt werden?
Die wichtigste Behandlung von Schlafstörungen ohne körperliche Ursache ist eine kognitive Verhaltenstherapie, die gut als kurzes Gruppenprogramm durchgeführt werden kann. Darin erhalten die Betroffenen Informationen über normalen Schlaf und günstige Schlafgewohnheiten ("Schlafhygiene") und erlernen Entspannungsverfahren. Zur Schlafhygiene gehören bspw. regelmäßige nächtliche Ruhezeiten von max. 8h, der Verzicht auf Tagesschlaf und Einschlafen vor dem Fernseher, der Verzicht auf Koffein, Alkohol und schwere Mahlzeiten nach 16 Uhr und regelmäßiger Sport tagsüber. Die Patienten sollen nur bei starker Müdigkeit ins Bett gehen, dürfen nachts nicht auf die Uhr schauen und sollen, wenn sie nachts länger wach liegen, nicht grübelnd im Bett bleiben, sondern stattdessen aufstehen und etwas lesen o.ä. Nur in Ausnahmefällen sollten zusätzlich Medikamente gegeben werden, wobei zunächst pflanzliche Präparate wie Baldrian oder Hopfentee eingesetzt werden sollten. In wenigen Fällen ist der Einsatz von anderen Psychopharmaka sinnvoll. Bei Schlafstörungen mit körperlichen Ursachen gibt es spezifische medikamentöse und andere Therapieverfahren, die von Spezialisten verordnet und eingesetzt werden.
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