Depressionen
Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. 15 bis 18 Prozent aller Menschen sind irgendwann in ihrem Leben von Depressionen betroffen, Frauen doppelt so häufig wie Männer. Im Mittel treten die Symptome im Alter von etwa 40 Jahren zum ersten Mal auf, wobei jeweils eine große Gruppe von Patienten im dritten oder sechsten Lebenjahrzehnt erstmals an einer Depression erkrankt.
Dauer und Verlauf von Depressionen
Unbehandelte depressive Episoden dauern etwa sechs bis acht Monate. Durch antidepressive Behandlung wird diese Dauer bei der Hälfte der Patienten auf etwa acht Wochen, bei weiteren 26 Prozent auf 16 Wochen verkürzt. Etwa zwei Drittel aller depressiven Phasen heilen vollständig aus, bei einem Drittel bleibt eine Restsymptomatik zurück. Je mehr weitere depressive Episoden („Rezidive“) eine Person erleidet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für weitere Rückfälle. Bei etwa zehn Prozent ist der Verlauf
chronisch.
Suizidrate bei Depressionen
Depressionen gehen mit einer hohen Suizidrate einher: Etwa 15 Prozent aller Patienten mit sehr schweren wiederkehrenden Depressionen nehmen sich das Leben. Patienten mit Depressionen leiden häufig an einer zusätzlichen („komorbiden“) psychischen Störung, typischerweise etwa an einer Angst-, Persönlichkeits-, Zwangs- oder Essstörung oder an einer Suchterkrankung.
Ursachen für Depressionen
Die Ursachen für Depressionen sind vielschichtig und nicht bis ins Letzte geklärt. Sowohl organische (gestörte Hormon- oder Neurotransmitterspiegel) oder genetisch bedingte Faktoren als auch äußere (
Stress, „Winterdepression“ als Folge von Lichtmangel) sowie psychosoziale Einflüsse (Konflikte, Erlebnisse) können eine Rolle spielen und im individuellen Fall in unterschiedlicher Ausprägung vorliegen und miteinander wechselwirken.
letzte Aktualisierung: 22.05.2012
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