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von Prof. Dr. med. Klaus Lieb Unter bestimmten Bedingungen kann es sinnvoll sein, das ärztliche Gespräch durch den Einsatz standardisierter Erhebungs- und Untersuchungsverfahren zu ergänzen. Und zwar:
Bei allen Erhebungsverfahren unterscheidet man Fremdbeurteilungsverfahren (die also vom Untersucher ausgefüllt werden) und Selbstbeurteilungsverfahren (die der Patient selbst ausfüllt). In fast allen Kliniken werden solche Fragebögen von den Patienten zu Beginn und am Ende der Behandlung ausgefüllt. Dies ist wichtig, um den Therapieverlauf besser abbilden zu können und Maßnahmen der Verbesserung einleiten zu können. Testpsychologische Zusatzuntersuchungen Die testpsychologische Diagnostik dient meist der Analyse bestimmter Leistungsaspekte psychischer Funktionen wie Wahrnehmung, Konzentration, Merkfähigkeit oder Motorik. Am häufigsten wird die testpsychologische Diagnostik in der Psychiatrie zur Messung der Intelligenz (meist mit dem Hamburg-Wechsler-Intelligenz-Test für Erwachsene, HAWIE) und zur Beurteilung von Konzentration und Aufmerksamkeit (z.B. mit dem Konzentrations-Leistungs-Test oder dem d2-Aufmerksamkeitsbelastungs-Test) eingesetzt. Die testpsychologischen Untersuchungen können aber auch bzgl. bestimmter weiterer psychischer Symptome ausgeweitet werden. Im Durchschnitt dauert die Zusatzuntersuchung ca. eine Stunde. |