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von Prof. Dr. med. Klaus Lieb Elektrokardiografie (EKG) Mit dem Elektrokardiogramm (EKG) wird die Erregungs- und Leitfähigkeit des Herzens gemessen. Es gibt u.a. Auskunft über die Pulsgeschwindigkeit, den Rhythmus des Herzens, die Ausbreitung der elektrischen Signale im Herzen (Überleitung) und die Beschaffenheit des Herzmuskels. Im Rahmen der körperlichen Ausschlussdiagnostik gehört das EKG zu den Untersuchungen in der Psychiatrie, die immer vor Behandlungsbeginn durchgeführt werden sollten. Darüber hinaus ist zu beachten, dass eine Vielzahl von Medikamenten unerwünschte Nebenwirkungen am Herzen haben, so dass auch vor dem Beginn einer medikamentösen Therapie immer ein EKG abgeleitet werden sollte. Im Verlauf der Therapie müssen Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Insbesondere bei folgenden Medikamenten ist mit EKG-Veränderungen zu rechnen: Trizyklische Antidepressiva, bestimmte neuere Neuroleptika sowie Lithium und Carbamazepin. Elektroenzephalografie (EEG) Das Elektroenzephalogramm (EEG) zeichnet an der Kopfoberfläche mittels mehrerer Elektroden (32 bis 128) elektrische Potentialschwankungen auf, die die Aktivität von Nervenzellverbänden im Gehirn wiederspiegeln. Neben der Ableitung eines Ruhe-EEGs können verschiedene Methoden zur Diagnostik eingesetzt werden, die über eine Steigerung des kortikalen Erregungsniveaus insbesondere der Provokation epileptischer Potentialschwankungen dienen. Zu diesen gehören:
Polysomnografie (PSG) Die Polysomnografie (PSG) wird in spezialisierten Zentren zur Diagnostik von Schlafstörungen eingesetzt. Dabei werden während des Schlafes gleichzeitig das EEG, das Elektrookulogramm (EOG, Erfassung der Augenbewegungen) und das Elektromyogramm (EMG, Erfassung der Muskelaktivität v.a. der Beine und der Kieferregion) aufgezeichnet. Darüber hinaus können auch periodische nächtliche Beinbewegungen mit Spezialableitungen erfasst werden (zur Diagnostik eines sogenannten Restless-legs-Syndroms. Weitere spezialisierte Diagnoseverfahren sind die Messung nächtlicher Erektionen beim Mann und die Registrierung bestimmter atmungsphysiologischer Parameter. Anhand charakteristischer Veränderungen im EEG, EOG und EMG werden verschiedene Schlafstadien wie leichter Schlaf (Schlafstadien S 1-2), Tiefschlaf (Schlafstadien S 3-4) sowie Traumschlaf (REM) unterschieden (s. Abb. 12-1). Bzgl. der Diagnostik von Schlafstörungen können mit Hilfe der PSG erfasst werden:
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