Was sind Psychotherapien?
Die Psychosomatische Medizin hat als priorisiertes Behandlungsverfahren die Psychotherapie. Psychotherapien gibt es in unterschiedlichen Varianten. Nach einer allgemein anerkannten Definition meint Psychotherapie
(Tress: Wissenschaftlich anerkannte Psychotherapieverfahren, In: Janssen, Joraschky, Tress: Leitfaden Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Dt. Ärzteverlag 2005.)
Psychotherapie ist also die von einer Krankheitslehre abgeleitete Art und Weise der Kommunikation zur Behandlung von seelischen oder seelisch mitbedingten Krankheitszuständen und bezieht sich eindeutig auf das jeweilige Gesundheitssystem. In der Psychotherapie werden Grundorientierungen unterschieden. Eine Grundorientierung ist ein System übergeordneter theoretischer Grundannahmen, dem sich unterschiedliche psychotherapeutische Verfahren zuordnen lassen.
Die Grundorientierungen sind
In der Regel folgen daraus nicht nur bestimmte Krankheits- und Gesundheitslehren, sondern auch eine ätiologisch orientierte Behandlungstheorie.
Der Begriff der psychotherapeutischen Verfahren beschreibt eine umschriebene Form der psychotherapeutischen Praxis, die entsprechend standardisiert ist. Dies ist die Verhaltens- und die psychoanalytische Psychotherapie sowie die Gesprächspsychotherapie.
Der Begriff der psychotherapeutischen Technik konkretisiert die Methoden innerhalb der Verfahren (Behandlungspraxis). Die meisten Verfahren werden in unterschiedlichen Settings angewandt, wie z.B. Einzeltherapien und Gruppentherapien, Paar- und Familientherapien, stationäre und teilstationäre Therapien.
Prof. Dr. med. Paul L. Janssen
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